| Britzer Straßen- und Brückennamen: (Stand 1.7. 2005) 1. Alt – Britz; führt von der Blaschkoallee zum Britzer Damm und zum Buckower Damm. Name ab: 14.2.1950 frühere Namen: Dorfstraße, Ringchaussee, Stubenrauchring Namenserläuterung: Britz, Ortsteil des Berliner Verwaltungsbezirkes Neukölln. Noch bevor die Markgrafen vom Teltow Besitz ergriffen, entstand Ende des 12.Jahrhunderts das Dorf. Die Begründer des Ortes nannten sich von Britzke nach der dort gelegenen Burg. Der erste nachgewiesene Besitzer war Henricus de Breches, der 1261 über das Dorf verfügte. Der Namen „Britz“ ist vom urslawischen breza (Birke) abzuleiten und bedeutet „Birkenort“. 1375 war das Dorf im Landbuch Kaiser Karls IV. registriert. Im Jahre 1699 erlosch das Geschlecht derer von Britzke, und der Stammsitz wurde verkauft. 1701 erwarb der preußische Staatsmann von Ilgen das Gut. Unter dem Besitzer von Hertzberg erlangte das Dorf mit dem Gut den Ruf einer landwirtschaftlichen Musterwirtschaft. 1873 wurde der Gutsbezirk mit der Landgemeinde Rixdorf vereinigt. 1920 erfolgte mit Neukölln die Eingemeindung in Groß-Berlin, und 1924 erwarb Berlin das Gut. 1938 kam ein Teil dieser Gebiete einschließlich des Arboretums zu Treptow. Zwischen 1925 und 1931 entstand in Britz nach Plänen von Bruno Taut und Martin Wagner die 2500 Wohnungen umfassende Hufeisensiedlung, mit der die Architekten, Ideen der Gartenstadtbewegung folgend, ein Muster kostengünstigen sozialen Wohnungsbaus schufen. 2. Am Bergpfuhl; verläuft als Ringstraße am Koppelweg. Name ab: 26.6.1995 alter Name: Straße 617 Namenserläuterung: Bergpfuhl, eine alte Bezeichnung für einen Pfuhl zwischen dem ehemaligen Mühlenberg und der Mariendorfer Grenze, 1624 erhielt Mathias von Britzke den großen Bergpfuhl, 1818 kaufte der Mühlenmeister Andreas Schröder vom Gut den Ackerstreifen am Koppelweg; Senken noch sichtbar. 3. Am Brandpfuhl; verbindet die Mohriner Allee mit dem Koppelweg. Name ab: 1.12.1983 alter Name: Straße 247 Namenserläuterung : Ein Pfuhl am Tempelhofer Weg Ecke Waldkraiburger Straße gab seit alters her einem nahegelegenen Flurstück seinen Namen. 4. Am Irissee; führt vom Waldspitzweg zum Hochtristenweg. Name ab: 1.9.1987 alter Name: Straße 608 (Privatstraße) Namenserläuterung: Irissee , kleiner See im Bereich des Geländes der Bundesgartenschau 1985. Die Iris oder Wasserschwertlilie wächst an den Ufern stehender oder langsam fließender Gewässer, an Gräben, in Sümpfen und im Erlenbruchwald. Sie hat große gelbe Blüten mit sechs Blütenblättern; Blütezeit: Mai – Juni . Sie ist in ganz Europa verbreitet. 5. Am Kienpfuhl; verbindet die Mohriner Allee mit dem Koppelweg. Name ab: 1.12.1983 alte Namen: Straße 217, Straße 217 a und Straße 246 Namenserläuterung: Kienpfuhl, ein Pfuhl im Kreuzungsbereich vom Koppelweg und der Neukölln-Mittenwalder-Eisenbahn. Das Wort „Kien“ oder Kienholz bezeichnet einen anormalen Zustand des Holzes, besonders der Kiefer und Fichte, die Kienkrankheit, bei der die Holzzellen mit Harzen angefüllt sind. Aus dem Kienholz wird durch Destillation Kienöl gewonnen. Die chemische Zusammensetzung ist ähnlich wie bei Terpentinöl. Es findet besonders in der Lack- und Farbenindustrie Verwendung. 6. Am Mickelbruch; liegt zwischen Hannemannstraße und Kienheideweg. Name ab: 24.5.1958 alter Name: Straße 52 Namenserläuterung: Mickelbruch, ein alter Flurname. 7. Am Straßenbahnhof; läuft von der Holzmindener Straße zur Gradestraße. alte Namen: Straße 207 und Straße 479 Namenserläuterung: Straßenbahnhof, begrenzt den ehemaligen Straßenbahnhof, der jetzt ein Omnibus-Depot ist. 8. Andreasberger Straße; führt von der Karl – Elsasser – Straße zur Ellricher Straße. Name ab: 18.9.1911 alter Name: Straße A Namenserläuterung: Sankt Andreasberg, Bergstadt im Oberharz, Landkreis Goslar im Bundesland Niedersachsen, 580 – 627 m ü.M.; Kur- und Wintersportort; von 1520 bis 1910 Silberbergbau. 9. Backbergstraße; beginnt an der Straße Alt-Britz, überquert die Fulhamer Allee und endet an der Straße Alt-Britz. Name ab: 14.2.1950 alter Name: Karlstraße Namenserläuterung: Backberg, ein alter Flurname. Hier wurde 1850 ein Schulgebäude und 1876, zusätzlich zu der alten, eine weitere, zweistöckige Schule der Gemeinde Britz gebaut. 10. Bauführerweg; beginnt vor dem Polierweg und endet an der Tischlerzeile. Name ab: 6.3.1936 alter Name: Straße 266, Dreikellenweg (Privatstraße) Namenserläuterung: Bauführer, eine Berufsbezeichnung aus der im Mittelalter entstandenen Organisation der Bauhütte, eine straff organisierten Brüderschaft, die ab dem 12.Jahrhundert ihren Aufschwung nahm. An der Spitze stand der Hüttenführer, auch Baumeister oder Bauführer genannt, sein Vertreter war der Parlier. Heute Bezeichnung für den Beauftragten der Bauleitung für die örtliche Bauleitung. 11. Bauhüttenweg; beginnt am Buckower Damm und endet an der Tischlerzeile. Name ab: 30.1.1933 alter Name: Straße 248 (Privatstraße) Namenserläuterung: Bauhütte, mittelalterliche Bezeichnung für einen Werkstattverband der vor allem an Kirchenbauten arbeitenden Mauer, Steinmetze und Werkleute der Klöster. Die Bauhütte war eine straff organisierte Brüderschaft und nahm seit dem 12.jahrhundert ihren Aufschwung. Ihre Mitglieder waren frei von bürgerlichen Pflichten, aber an die Hüttenordnung gebunden, die unter anderem die Geheimhaltung der Kunstregeln beim Bau vorschrieb. An der Spitze stand der Hüttenführer, auch Baumeister, Bauführer genannt, sein Vertreter war der Parlier. Er war zugleich oberster Gerichtsherr und Sprecher. Im Jahre 1459 tagte in Regensburg der Bauhüttentag, auf dem eine Reformierung der Organisation versucht wurde, was jedoch letztlich fehlschlug. Im 16.Jahrhundert zerfiel diese Organisationsform zunehmend, und ihre Mitglieder schlossen sich immer mehr den Zünften an. Offiziell aufgelöst wurde die Bauhütte mit dem Reichszunftgesetz von 1731. 12. Bendastraße; beginnt an der Silbersteinstraße, überquert die Britzkestraße und endet als Sackgasse. Name ab: 22.5.1897 und 31.1.1928 alte Namen: Straße 46 und Straße 59 Namenserläuterung: Benda, Robert von, geb. 18.2.1816, gest. 16.8.1899 Rudow, Politiker, Rittergutsbesitzer in Rudow. Er entstammte einer Musikerfamilie, die lange in Böhmen beheimatet war. Sein Onkel, ein Thurn und Taxisscher Domänenrat, wurde für seine Familie 1825 geadelt. Die Familie Benda besaß das Gut in Rudow von 1853 bis 1903. Von 1859 bis 1893 war von Benda als nationalliberaler Politiker Parlamentarier. Ab 1878 bis zu seinem Ausscheiden aus dem Preußischen Abgeordnetenhaus war von Benda dessen Vizepräsident. Im Jahre 1867 wurde er in den Norddeutschen Reichstag gewählt und gehörte nach 1871 auch dem Deutschen Reichstag an. Seit 1868 war er Vorstandsmitglied des Kongresses Deutscher Landwirte. Benda war unter anderem Eigentümer des Hauses Potsdamer Straße 22 a, das er bei Besuchen in Berlin benutzte. 13. Blaschkoallee; beginnt an der Buschkrugallee / Späthstraße und endet Britzer Damm / Gradestraße. Name ab: 21.4.1932 und 31.7.1947 alte Namen: Stubenrauchring, dann Stra0e 239, Boewedamm Namenserläuterung: Dr. Blaschko, Alfred, geb. 3.3.1858 in Bad Freienwalde, gest. 26.3.1922 Berlin, Mediziner. Blaschko absolvierte sein Medizinstudium in Berlin und promovierte 1880. Seit 1883 wirkte er als praktischer Arzt in Berlin und wohnte (1914) in der Taunusstraße 8, Berlin – Grunewald .Er war der erste Generalsekretär der 1902 gegründeten Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten. Die Straße trug bis 17.4.1934 schon einmal diesen Namen. 14. Braunlager Straße; führt von der Friedrichsbrunner Straße über die Lauterberger Straße zum Tempelhofer Weg. Name ab: 18.9.1911 alter Name: Straße 103 a Namenserläuterung: Braunlage, Stadt, Kur- und Wintersportort in einer Talmulde des Oberharzes an der Warmen Bode im Kreis Goslar, Bundesland Niedersachsen. Braunlage wurde zu Beginn des 16.Jahrhunderts von den Grafen von Blankenburg gegründet. Im Jahre 1934 erlangte der Ort Stadtrecht. Tourismus und holzverarbeitende Betriebe sind die wirtschaftlichen Einnahmequellen. 15. Breitunger Weg; führt vom Bienwaldring zum Sangerhauser Weg. Name ab: 14.2.1950 alter Name: Mariendorfer Straße Namenserläuterung: Breitungen, Ort im Südharz, Landkreis Sangerhausen, Bundesland Sachsen – Anhalt. Breitungen kann auf eine über 1000-jährige Geschichte zurückblicken. Schlackenhalden am Ortseingang zeugen noch vom Kupferbergbau. Angesiedelt sind Metallwarenindustrie und Tabak- sowie Obstanbau (Süßkirschen). Es besitzt ein Waldbad in schöner Lage und als Sehenswürdigkeiten die Dorfkirche und das ehemalige Jagdschloss Schwiederschwende. 16. Britzer Brücke; führt im Zuge des Britzer Dammes über den Teltowkanal. Name ab: 17.10.1956 alter Name: Friedrich-von-Moltke-Brücke Namenserläuterung: siehe Straße Alt-Britz 17. Britzer Damm; Verlängerung der Hermannstraße südwärts über Gradestraße und Blaschkoallee zur Mohriner Allee und Straße Alt-Britz. Name ab: 1.4.1951 alte Namen: Chausseestraße und Schmiedigenstraße Namenserläuterung: siehe Straße Alt-Britz 18. Britzer Hafensteg; führt beim Britzer Osthafen über den Neuköllner Schifffahrtskanal. Name ab: 1.5.1964 alter Name: ohne Bezeichnung Namenserläuterung: siehe Straße Alt-Britz 19. Britzkestraße; verbindet die Rungiusstraße mit der Bendastraße. Name ab: 7.1.1928 alter Name: Straße 48 a Namenserläuterung: Das Rittergeschlecht derer von Britzke war hier die erstgenannte Grundherrschaft. Britzke, Grundeigentümerfamilie; die von Britzkes (auch Brietzkes) gelten als die Gründer des Dorfes Britz. Ein Henricus de Breches wurde schon 1261 genannt. Diesem alten Adelsgeschlecht gehörte nachweislich seit 1508 u.a. Britz. Otto von Britzke auf Britz hatte Anteil daran, dass sich Kurfürst Joachim II. 1539 zum lutherischen Glauben bekannte. Ein Sixtus von Britzke veräußerte Lehngüter in Rudow; ein Hauptmann von Britzke besaß 1681 die Hälfte von Mahrzahn. 20. Bruno – Taut – Ring; führt vom Grünen Weg im Bogen zum Grünen Weg. Name ab: 17.11.1955 und 24.5.1958 alter Name: Straße 272 Namenserläuterung: Taut, Bruno, geb. 4.5.1880 Königsberg (Ostpreußen), gest. 24.12.1938 Ankara (Türkei), Architekt. Taut besuchte die Baugewerk - Schule und gründete 1909 in Berlin sein erstes Architekturbüro, das er mit seinem Bruder Max leitete. Von 1921 bis 1924 war er Stadtbaurat in Magdeburg und wurde dann Chefarchitekt der GEHAG in Berlin. 1930 erhielt Taut eine Professur an der Technischen Hochschule Charlottenburg und lehrte dort Städtebau. Nach seinen und den Entwürfen von Martin Wagner wurde 1925 -1927 die Hufeisensiedlung in Britz gebaut. Seit 1932 wirkte Taut in der UdSSR. Von den Nationalsozialisten als „Kulturbolschewist“ diffamiert, emigrierte er nach Japan und folgte 1936 einem Ruf als Professor für Architektur an die Akademie der Künste in Istanbul. Taut leistete durch zweckmäßige Grundrisse und wohlproportionierte, farbig gestaltete Gebäudefassaden Bahnbrechendes im sozialen Wohnungsbau. Zu seinen städtebaulichen Leistungen zählen vor allem seine Siedlungsbauten, so u.a. die Gartenstadt „Reform“ in Magdeburg (1912) und die Gartenstadtsiedlung „Falkenberg“ in Berlin-Altglienicke (1913/14), wo eine weitere Straße nach ihm benannt wurde. 21. Buckower Damm; im Zuge des Britzer Dammes führt er bis zur Gemarkung Großziethen. Name ab: 4.1.1955 alter Name: Buckower Chaussee in Britz und Chausseestraße in Buckow Namenserläuterung: Buckow, Ortsteil des Bezirkes Berlin-Neukölln. Der Ort ist ein alter Siedlungsplatz. Der Name Buckow geht auf slawisch buk (Buche) zurück. Um 1225 wurde hier eine Siedlung um eine Burg angelegt, und um 1250 entstand die Dorfkirche. Im Landbuch Karls IV. von 1375 war Buckow bereits als bäuerliches Dorf mit Krug und Mühle ausgewiesen. Um 1470 war es Eigentum der in Cölln ansässigen Bürgerfamilie Schum (auch Schaum). 1624 wurde eine Schmiede erwähnt. Noch im Jahre 1649 war das Dorf Buckow im Besitz der Familie Lindholz. Der Bürgermeister zu Cölln, Peter Lindholz, hatte Buckow bereits 1518 erworben. Bis Mitte des 19.Jahrhunderts entwickelte sich Buckow zu einem Ort mit überregionaler Bedeutung. 1908 wurde die Gas- und Wasserversorgung in Betrieb genommen. Der dörfliche Charakter blieb bis zur Eingemeindung mit dem Bezirk Neukölln im Jahre 1920 in die Stadtgemeinde Groß-Berlin weitgehend erhalten. 22. Bürgerstraße; beginnt an der Buschkrugallee unweit des U-Bahnhofes Grenzallee und endet am Britzer Damm. Name ab: zwischen 1871 und 1906, genaues Datum nicht bekannt alter Name: nicht bekannt Namenserläuterung: Der Begriff Bürger kommt als dem Althochdeutschen burgari/burgeri und bedeutet ursprünglich (9.Jahrhundert) Bewohner bzw. Verteidiger einer Burg. Im frühen Mittelalter waren die Bürger jene Ansiedler, die sich an befestigten Bischofssitzen oder / und im Schutz von Burgen niederließen.. Erst im Hochmittelalter (12. – 14. Jahrhundert) wandelte sich die Bedeutung dieses Wortes. Bürger war nur noch, wer als Bewohner einer Stadt auch über Grundbesitz verfügte und den „Bürgereid“ – eine Art Treueid – auf diese Stadt leistete. Er genoss dann deren Schutz. Wer Bürger war, durfte auf das wirtschaftliche, politische und soziale Leben der Stadt Einfluss nehmen. Nun stand der Begriff „Bürger“ für Sesshaftigkeit und für ein bestimmtes Privileg, das häufig nur käuflich zu erwerben war. Erst seit dem Spätmittelalter wandelte sich der Bürgerbegriff stetig zur allgemeinen Bezeichnung für Stadtbewohner überhaupt. Und mit Beginn des Zeitalters der bürgerlichen Revolutionen erhielt das Wort seinen heute noch verwendeten Sinn als Staatsbürger eines Landes. 23. Buschkrugallee; führt von der Grenzallee zum Grünen Weg. Name ab: 31.7.1947 und 1.9.1985 alte Namen: Rudower Straße, Rudower Allee und Stichstraßen 1 und 2 Namenserläuterung: Buschkrug, ein historischer Gasthof, der bereits 1375 erwähnt wurde. Auf einer Karte von 1786 ist er an der Kreuzung des damaligen Britzer Dammes (Grenzallee) und der heutigen Buschkrugallee eingezeichnet. 24. Buschkrugbrücke; führt im Zuge der Buschkrugallee über den Teltowkanal. Name ab: 14.2.1950 alter Name: Schulenburgbrücke Namenserläuterung: siehe Buschkrugallee 25. Buschrosenplatz; liegt an Hannemannstraße, Buschrosensteig und Hippelstraße. Name ab: 10.4.1931 alter Name: ohne Bezeichnung Namenserläuterung: Buschrose, Pflanze, die mit der Kletterrose verwandt ist. 26. Buschrosensteig; führt vom Britzer Damm zum Buschrosenplatz an der Hippelstraße. Name ab: 10.4.1931 alter Name: Rochowstraße Namenserläuterung: siehe Buschrosenplatz 27. Dachdeckerweg; führt vom Buckower Damm im Bogen zum Rohrlegerweg. Name ab: 30.1.1933 (Britz) und 27.3. 1939 (Buckow) alte Namen: Straße 251 (Privatstraße) in Britz und Straße 77 in Buckow Namenserläuterung: Dachdecker, ein Ausbildungsberuf ausschließlich für Männer. Das Handwerk gab es bereits in der Antike. Der Weg liegt in einem Gebiet, dessen Straßen nach Berufen benannt wurden. 28. Delfter Ufer; zweigt von der Buschkrugallee ab. Name ab: 18.9.1911 alter Name: nicht bekannt Namenserläuterung: Delft, Stadt in den Niederlanden. Vermutlich wurde Delft im 11.Jahrhundert um die Gracht „Oude Delft“ gegründet. Die sich schnell vergrößernde Siedlung erhielt 1246 Stadtrecht. Die Bürger lebten vor allem von der Bierbrauerei, dem Handel und der Teppichweberei. Noch im 17.Jahrhundert war Delft eine bedeutende europäische Handelsstadt. Bis heute ist die Delfter Fayenceproduktion berühmt. Diese Kunst war Ende des 16.Jahrhunderts eingeführt worden. Delft hat eine sehenswerte Altstadt mit vielen Grachten und historischen Bauwerken. 29. Deutsch – Kroner – Ring; Ringstraße am Massiner Weg. Name ab: 15.9.1972 alte Namen: Straße 172 und Straße 175 Namenserläuterung: Deutsch Krone in Westpreußen an der Küddow; Deutsch-Krone, polnisch Wal/cz, Kreisstadt in der Woiwodschaft Pil/a, Polen. Die Stadt liegt an der alten Straße von Berlin nach Königsberg (Kaliningrad). Bereits 1249 wurde eine „villa Cron“ im Besitz der Templer erwähnt. Ein Jahr zuvor hatte die Witwe des Grafen Petreko de Lank dem Templerorden das Dorf „Cron“ geschenkt. Daneben lag die alte slawische Fischersiedlung Wal/cz. Im Jahre 1303 gestatteten die Markgrafen von Brandenburg den Edelleuten Ulrich Schöning und Rudolf von Lebendal, dort am Volzensee eine Stadt zu gründen. Sie erhielt den Namen „Arnescrone“ (später „Teutzsche Krone“ oder einfach „Chrone“). 1303 erhielt sie Stadtrecht und wurde 1368 von den brandenburgischen Askaniern an Polen abgetreten. Im Jahre 1407 versuchten Heere des Deutschen Ordens vergeblich, die Stadt einzunehmen. Zu Beginn des 17.Jahrhunderts wanderten viele Schotten in Deutsch-Krone ein. Einer von ihnen, wurde in das Gewerk der Stadt aufgenommen. Bei der ersten Teilung Polens 1772 kam sie an Preußen. 1881 wurde die Eisenbahnstrecke Schneidemühl - Deutsch-Krone eröffnet, die 1895 über Arnswalde in Richtung Stargard ausgebaut wurde. Bis 1945 war Deutsch-Krone Kreisstadt im Regierungsbezirk Marienwerder (Westpreußen). Im Ergebnis des Zweiten Weltkrieges kam es wieder zu Polen. 30. Dömitzer Straße; verläuft zwischen Onkel – Herse - Straße und Parchimer Allee. Name ab: 18.10.1926 alter Name: Straße 187 Namenserläuterung: Dömitz, Stadt im Landkreis Ludwigslust, Bundesland Mecklenburg – Vorpommern. Um 1200 war der Ort Zollstätte mit einer Grafenburg. 1230 wurde der Priester Heinrich von Dumelitz erwähnt. Wenig später dann – zwischen 1237 und 1284 – wurde der ort Domelitz genannt, im Jahre 1259 dann erstmals civitas. Auf das Stadtsiegel von 1297 war der Name Domeniz geprägt. Im Jahre 1505 wurde lübisches Stadtrecht bestätigt. Seit dem 15.Jahrhundert entwickelte sich sprachlich Dömitz heraus. Im Jahre 1809 erlitt die Stadt durch französischen Beschuss erhebliche Verluste an Baudenkmalen. In Dömitz befindet sich im Heimatmuseum, das in der ehemaligen Festung von Dömitz eingerichtet wurde, die Fritz-Reuter-Gedenkhalle, da Reuter hier 1839/40 in Haft war. 31. Dörchläuchting; führt von der Parchimer Allee zum Lowise-Reuter-Ring. Name ab: 9.2.1927 alter Name: Straße 190 Namenserläuterung: Dörchläuchting ist der Titel des vorletzten Werkes (1866) des niederdeutschen Dichters Fritz Reuter, geb. 7.11.1810 in Stavenhagen, gest. 12.7.1874 in Eisenach. Er wählte Adolf Friedrich IV. (1752-1794 , Herzog von Mecklenburg-Strelitz) zur Titelfigur diese Romans. Reuter verband volkstümliche Züge mit sozialkritischen Darstellungen. 32. Dürtenstraße; verläuft zwischen Buschkrugallee und Rambowstraße. Name ab: 18.2.1927 alter Name: Straße 199 Namenserläuterung: Dürten, die tüchtige Haushälterin aus dem Roman „Dörchläuchting“ von Fritz Reuter. 33. Ellricher Straße; verbindet die Friedrichsbrunner mit der Andreasberger Straße. Name ab: 20.10.1936 alter Name: Straße 106 Namenserläuterung: Ellrich, Stadt im Kreis Nordhausen, Freistaat Thüringen. 876 wurde das Dorf erstmals als „Alarici“ erwähnt. Südlich von ihm entstand dann im 10.Jahrhunder eine Siedlung, die sich bis 1292 zur Stadt entwickelte. Im 13.Jahrhundert nannte man es „Elrike“, und es besaß eine städtische Verfassung. Bis 1247 befand sich Ellrich unter der Herrschaft der Landgrafen von Thüringen und kam im selben Jahr an die Grafschaft Meißen, 1461 an Sachsen. Im Ergebnis des Dreißigjährigen Krieges fiel das Gebiet 1648 an Kurbrandenburg, Grafschaft Hohenstein. Ellrich war im 17./18. Jahrhundert die Residenz der Grafen von Hohenstein. Zwischen 1806 und 1813 gehörte die Stadt zum Königreich Westfalen, gelangte dann zu Preußen. Im 17.Jahrhundert waren 52 Brauhäuser beurkundet. Weberei, Bekleidungs-, holz- und metallverarbeitende Industrie sind wirtschaftliche Standortfaktoren. 34. Franz-Körner-Straße; führt von der Buschkrugallee zum Britzer Damm. Name ab: 24.10.1910 alter Name: Neubritzer Straße Namenserläuterung: Körner, Franz, geb. 1.3.1838, gest. 2.6.1911 Britz, Grundeigentümer. Ihm gehörte die Kiesgrube, in der 1912 das „Reitergrab“ gefunden wurde (eiszeitliche Knochenfunde), hier entstand später der Körnerpark. 35. Friedrichsbrunner Platz; liegt an der Karl-Elsasser-Straße, Friedrichsbrunner Straße, Lauterberger Straße und Germaniapromenade. Name ab: 18.9.1911 alter Name: Platz IX b Namenserläuterung: Friedrichsbrunn, Gemeinde im Landkreis Quedlinburg, Bundesland Sachsen-Anhalt. Der Ort liegt im Ostharz südwestlich des Ramberges und ist heilklimatischer Kurort und Wintersportplatz mit Sanatorien und einem Kurhaus. 36. Friedrichsbrunner Straße; beginnt am Treseburger Ufer, führt über die Germaniapromenade und über die Ellricher Straße hinaus und endet als Sackgasse. Name ab: 18.9.1911 alter Name: Straße 150 Namenserläuterung: siehe Friedrichsbrunner Platz 37. Fritz-Reuter-Allee; beginnt an der Blaschkoallee, führt über die Parchimer Allee und endet an der Gutschmidtstraße. Name ab: 18.10.1926 ; 4.8.1930 ; 24.5.1958 alter Name: Straße 188 Namenserläuterun : Reuter, Fritz, geb. 7.11.1810 in Stavenhagen (Mecklenburg), gest.12.7.1874 in Eisenach, Schriftsteller. Reuter absolvierte ab 1831 ein Jurastudium in Rostock und Jena. Nach dem Hambacher Fest wurde er wegen seiner Beteiligung am 31.Oktober 1833 in Berlin verhaftet und in das Polizeigefängnis Am Molkenmarkt 1-2 eingeliefert. Von dort kam er am 1.Januar 1834 in die Hausvogtei. Im Jahre 1836 wegen Hochverrats zum Tode verurteilt, wurde Reuter 1837 zu 30 Jahren Festung „begnadigt“. Aus der Dömitzer Haft 1840 entlassen, arbeitete er vorerst als Volontär in der Landwirtschaft, dann als Hauslehrer. 1855/56 war er Redakteur in Altentreptow, und von 1856 bis 1863 lebte Reuter als freier Schriftsteller in Neubrandenburg. 1865 ließ er sich dann in Eisenach nieder. Als urwüchsiges Erzähltalent und Volksschriftsteller bemühte Reuter sich um eine humorvolle, lebensechte Schilderung unverwechselbarer Volksfiguren. Mit seinem Werk erlebte die niederdeutsche Literatur ihren Höhepunkt. Er nahm in seinen Werken entschieden sozialkritisch Stellung. Berühmt wurde er vor allem durch seine Versdichtung „Kein Hüsung“ (1857) und seine zum Teil autobiographischen Prosaerzählungen „Ut de Franzosentid“ (1859), „Ut mine Festungstid“ ( 1862 ) und „Ut mine Stromtid“ (1862/64 – in drei Teilen) .1866 erschien der Roman „Dörchläuchting“. 38. Fulhamer Allee; beginnt am Britzer Damm und endet an der Parchimer Allee. Name ab: 20.6.1955 und 1.9.1985 alte Namen: Teile der Parchimer Allee zwischen Nr.116 und 168, Straße 66 teilweise, Stichstraße 67 und Straße 73 Namenserläuterung: Ehemals war Fulham eine selbständige Stadt. Seit 1965 ist es ein Stadtteil im Westen von London, Großbritannien. Fulham liegt an der Themse. Es hat vornehme Wohnviertel und einen Bischofspalast aus dem 16.Jahrhundert. Fulham inzwischen mit Hammersmith, Neuköllns Partnergemeinde, zusammengewachsen. 39. Fußgängersteg Britzer Tor; überspannt den Britzer Damm in Höhe der BAB-Anschlussstelle Britzer Damm. Name ab: 1.6.2000 alter Name: ohne Bezeichnung Namenserläuterung: siehe Straße Alt-Britz 40. Germaniapromenade; führt vom Britzer Damm über die Friedrichsbrunner Straße, am Friedrichsbrunner Platz vorbei zur Lauterberger Straße. Name ab: 10.2.1902 alter Name: Straße 108 a Namenserläuterung: Germania, römischer Name für Germanien sowie Personifikation Germaniens bzw. Deutschlands . In der römischen Antike wurde die Germania als trauernde Gefangene dargestellt. Im Mittelalter wurde sie als eine edle, gekrönte Frauengestalt mit Rüstung, Schild und Waffen empfunden. Seit 1840 ist die Germania eine Frauengestalt, die insbesondere nach der Reichsgründung 1871 volkstümlichen Charakter bekam. Tacitus’ „Germania“ (98 unsere Zeit) ist die einzige überlieferte römische länderkundliche Monographie und wichtigstes Zeugnis über Altgermanien mit zum Teil idealisiertem Germanenbild im Gegensatz zu Roms Sittenverfall. 41. Gielower Straße; beginnt am Krischanweg, Nähe Buschkrugallee, und endet an der Paster – Behrens – Straße. Name ab: 4.8.1930 alter Name: Straße 235 Namenserläuterung: Gielow, Dorf im Landkreis Demmin, Bundesland Mecklenburg – Vorpommern. Die Straßenbenennung nahm Bezug auf die Werke Fritz Reuters, in denen der Ort häufig eine Rolle spielt. Die Dorfkirche aus dem 14.Jahrhundert ist ein Backsteinbau und wurde unter Verwendung von Felssteinen errichtet. Der rechteckige Westturm ist jünger, wohl aus dem 15./ 16. Jahrhundert. In den Jahren 1897/98 erfolgte eine Erweiterung und Neuausstattung der Kirche. Im Inneren befindet sich eine Granittaufe mit primitiven reliefierten Darstellungen aus dem 13.Jahrhundert, in der Kirchhofsmauer ein rundbogiges Backsteinportal aus dem 15.Jahrhundert. 42. Gradestraße; führt vom Britzer Damm/ Blaschkoallee über den Tempelhofer Weg zur Kreuzung Rixdorfer Straße/ Gottlieb-Dunkel-Straße/ Ullsteinstraße in Tempelhof (Marienhof). Name ab: 18.9.1911 und 1.12.1983 (Verlängerung) alter Name: Sorgenweg und Verlängerung der Gradestraße Namenserläuterung: Grade, Hans Gustav Bernhard, geb. 17.5.1879 in Köslin, gest. 22.10.1946 in Borkheide, Ingenieur, Flugpionier. Grade war der Sohn eines Seminarlehrers aus Pommern. Er studierte an der Technischen Hochschule in Charlottenburg.1905 gründete er ein Motorenwerk zur Herstellung von Zweitaktmotoren für Fahrräder und Boote in Magdeburg. Später widmete er sich dem Flugzeugbau. Am 28.10.1908 gelang Grade auf dem Exerzierplatz von Magdeburg der erste kurze Motorflug mit einem selbstgebauten Dreidecker. Fast auf den Tag ein Jahr darauf, am 29.10.1909, erhielt er in Johannisthal für den ersten Streckenflug von einem Kilometer den Lanz -Preis. In Borgheide gründete er 1910 die Grade Fliegerwerke, die 1918 in eine Automobilfabrik umgewandelt wurden. Im Jahre 1913 hatte Grade die erste deutsche Kunstflugmaschine konstruiert, mit der er in der Lage war, Sturz- und Rückenflüge zu demonstrieren. 43. Grenzallee; führt von der Sonnenallee zur Buschkrugallee und Karl-Marx-Straße. Name ab: 25.3.1901 alter Name: Straße 187 Namenserläuterung: Sie bildete einst die Grenze zwischen den Gemarkungen von Britz und Rixdorf. 44. Grüner Weg; führt von der Kielinger Straße über Buschkrugallee/Rudower Straße zur Gutschmidtstraße und Fritz-Erler-Allee. Name ab: zwischen 1925 und 1929, genaues Datum nicht festzustellen. alter Name: Straße 230 Namenserläuterung: Grüner Weg ist eine alte volkstümliche Bezeichnung. Der Weg führte zu den Britzer Wiesen. 45. Grünlingweg; verläuft von der Straße Grüner Weg beidseitig. Name ab: 17.11.1955 alter Name: Straße 271 und Grünlingstraße Namenserläuterung: Der Grünling, auch Grünfink genannt, ist einer der häufigsten Singvögel im heimischen Wald. Er gehört zur Familie der Finken, ist etwa 15 Zentimeter lang. Sein Gefieder ist olivgrün mit gelben Federn. Der Grünling kommt in Europa, Kleinasien und Nordafrika vor. Er bewohnt gern lichte Wälder, Parks und andere Grünanlagen. 46. Gutschmidtstraße; beginnt am Grünen Weg und endet am Buckower Damm. Name ab: 17.11.1956 alter Name: Straße 278 Namenserläuterung: Gutschmidt, Franz, geb. 20.10.1874, gest. 24.8.1951, Zieselierer, Kaufmann. Gutschmidt war SPD-Stadtverordneter von Neukölln. Im Jahre 1932 war er Vorsitzender des Reichsbanners „Schwarz-Rot-Gold“ in Berlin-Neukölln. Gutschmidt war Mitbegründer der GEHAG, einer Gemeinnützigen Wohnungsbau-Genossenschaft und nach 1945 ihr Treuhänder im amerikanischen Sektor Berlins. Bis zu seinem Tode war er Bezirksverordneter in Neukölln. 47. Haarlemer Straße; führt von der Buschkrugallee zur Späthstraße. Name ab: 18.9.1911 und 21.3.1975 alte Namen: Straße 26 und Straße 575 Namenserläuterung: Haarlem, Hauptstadt der Provinz Nordholland, Niederlande. Haarlem ist seit dem 16.Jahrhundert Zentrum der Blumenzwiebelzucht. Es ist der Sitz eines katholischen und eines altkatholischen Bischofs. In Haarlem sind Fachhochschulen für Maschinenbau, Schiff- und Gartenbau ansässig. Den Mittelpunkt der Stadt bildet der Grote Markt mit der Groten Kerk oder Sint-Bavokerk, einer spätgotischen kreuzförmigen Basilika. Ebenfalls am Markt liegen die Fleischhalle und das Rathaus. Durch Schiffahrtskanäle ist sie mit Amsterdam und Leiden verbunden, durch den Spaarne mit dem Nordseekanal. Das zwischen 918 und 938 erstmal erwähnte Haarlem entwickelte sich im 11./12.Jahrhundert zu einer blühenden Siedlung, die 1245 Stadtrecht erhielt. Nach dem Ende der spanischen Besetzung (1577) konnte die Stadt ihren Wohlstand weiter ausbauen. 48. Hannemannstraße; führt von der Buschkrugallee zum Britzer Damm. Name ab: 30.11.1936 und 1.6.1966 alte Namen: Straße 35, Straße 38, Straße 39 und Straße 40 Namenserläuterung: Hannemann, Adolf, geb. 20.7.1851 Jüterbog, gest. 30.11.1936 Berlin, Kreiskämmerer des Kreises Teltow. Hannemann war Direktor der Teltower Kreissparkasse. Sein besonderes Verdienst um die Teltowdörfer Rixdorf, Britz, Buckow und Rudow wurde mit der Straßenbenennung gewürdigt. Sein Grab befindet sich auf dem landeseigenen Friedhof Steglitz, Bergstraße. 49. Hanne Nüte; verbindet die Teterower Straße mit der Fritz-Reuter-Allee. Name ab: 9.2.1927 alter Name: Straße 203 Namenserläuterung: „Hanne Nüte“, Figur aus dem Versepos „Hanne Nüte un de lütte Pudel, eine Vogel- und Menschengeschichte“ von Fritz Reuter (1860). Im Epos werden die Erlebnisse des Johann Schnut (Hanne Nüte) erzählt, der als Schmiedegeselle auf Wanderschaft geht. 50. Haselsteig; verbindet die Mohrinerallee mit dem Koppelweg. Name ab: 11.5.1938 alter Name: Straße 220 (Privatstraße) Namenserläuterung: Haselnuss, Gattung der Näpfchenfrüchtler, ein Nussspender. In Deutschland wächst die Gemeine Haselnuss wild. Die Früchte werden auch zur Bereitung von Speiseöl verwwendet. 51. Havermannstraße; diese kurze Straße liegt zwischen Buschkrugallee und Rambowstraße. Name ab: 9.2.1927 alter Name: Straße 202 Namenserläuterung: Karl Havermann (eigentlich Hawermann). Im Roman „Ut mine Stromtid“ von Fritz Reuter ist Havermann Gutsinspektor. 52. Hippelstraße; verbindet die Franz-Körner-Straße mit dem Buschrosensteig. Name ab: 18.9.1911 alter Name: Straße 47 Namenserläuterung: Hippel, Theodor Gottlieb von, geb. 13.12.1777 Gerdauen (Ostpreußen), gest. 10.6.1843 Bromberg, Staatsbeamter. Von seinem Onkel Theodor Gottlieb Hippel wurde Hippel in Königsberg erzogen. Die Familie wurde 1791 geadelt. Im Herbst 1791 begann er ein Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Königsberg (Kaliningrad), wo er u.a. bei Immanuel Kant Vorlesungen hörte. Hippel arbeitete dann ab 1795 als Auskultator am Gericht von Marienwerder (Kwidzyn) in Ostpreußen und wurde dort 1797 dort Referendar. Seit 1796 verwaltete Hippel seine vom Onkel ererbten Güter in Groß-Leistenau, Kreis Marienwerder, und widmete sich ab 1804 dort der Landwirtschaft. Im Krieg 1806/07 litten seine Güter, er musste sie schließlich 1835 verkaufen. Bereits 1798 nahm Hippel als ritterschaftlicher Deputierter am Königsberger Landtag teil. Diese Funktion führte ihn im Jahre 1811 nach Berlin, wo er in der Leipziger Straße 56 als Vortragender Rat im Büro der Staatskanzlei wirkte. Im selben Jahr wurde er hier als Nachfolger von Raumer zum Vortragenden Rat im Staatsministerium ernannt. Hippel setzte sich in dieser Funktion für die Reform des preußischen Staatswesens ein. Bis zu seinem Tode lebte Hippel dann in Bromberg. Hippel war der Verfasser des Aufrufs von Friedrich Wilhelm III. „An mein Volk“ vom 17.3.1813, mit dem zur Gegenwehr gegen die napoleonischen Truppen aufgefordert wurde. auf eigenen Wunsch zog von Hippel sich 1815 aus dem Amt zurück und wurde Regierungspräsident in Marienwerder. Hardenberg berief ihn 1821 zur Beratung der Verwaltungsreform nochmals nach Berlin. Zwei Jahre später war er Regierungspräsident in Oppeln und schied 1837 ganz aus der Politik aus. 53. Hochkönigweg; verbindet die Mohriner Allee mit dem Wildspitzweg. Name ab: 1.12.1983 alter Name: Straße 257 Namenserläuterung: Hochkönig, mit 2941 m ü.M. höchster Gipfel der Berchtesgadener Kalkalpen. 54. Hochthronweg; führt vom Hochkönigweg als Sackgasse nach Osten. Name ab: 1.5.1986 alter Name: Straße 252 Namenserläuterung: Hochthron, Berg im Tenner-Gebirge, Österreich. Er hat eine Höhe von 2360 m ü.M. 55. Hochtristenweg; führt vom Hochkönigweg nach Osten und endet als Sackgasse. Name ab: 1.5.1986 alter Name: Straße 263 Namenserläuterung: Hochtristen, Berg der Hohen Tauern, Österreich. Seine Höhe beträgt 2 535 m ü.M. 56. Holzmindener Straße; führt vom Tempelhofer Weg zur Gradestraße. Name ab: 17.9.1938 und 1.7.1965 alte Namen: Straße 209, Straße 478 und Arnholdstraße Namenserläuterung: Holzminden, Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Bundesland Niedersachsen. Holzminden entstand zwischen 1197 und 1202 als Markt- und Zollstätte des Grafen von Everstein, neben einer bereits in der ersten Hälfte des 9.Jahrhunderts gegründeten Siedlung. Seit dem frühen 16.Jahrhundert stand die Stadt (seit 1245) im ausschließlichen Besitz der Wolfsburger Linien des Hauses Braunschweig-Lüneburg. Unter den Sehenswürdigkeiten sind die staatlichen Fachwerkhäuser („Severinsches Haus“, altes Fährhaus, altes Gymnasium) und die evangelische Pfarrkirche (1231) zu erwähnen. In Holzminden sind Maschinen- und Werkzeugbau, Brauerei, Verlage, Druckereien, Glasindustrie und andere Gewerke ansässig; ferner die Fachhochschule Hildesheim/ Holzminden mit den Fachbereichen Architektur und Bauingenieurwesen, das Heimatmuseum sowie das Museumsschiff der Weserschifffahrt. Der Stadtteil Neuhaus im Solling ist heilklimatischer Kurort. 57. Hüfnerweg; über diesen Weg erreicht man vom Buckower Damm die Kolonie „Zur Windmühle“ und den Parkfriedhof Neukölln. Name ab: 14.2.1950 alter Name: Lichtenrader Weg Namenserläuterung: Hüfner, während des Mittelalters in der Mark Brandenburg übliche Bezeichnung für einen Besitzer von einer Hufe oder von mehreren Hufen Ackerland. 58. Hüsung; befindet sich zwischen Onkel-Bräsig-Straße und Lowise-Reuter-Ring. Name ab: 18.2.1927 alter Name: Platz J Namenserläuterung: „Kein Hüsung“, das Versepos von Fritz-Reuter aus dem Jahre 1857, erschien 1858 in Greifswald. „De Hüsung“ war das Niederlassungsrecht, das Landarbeiter und Tagelöhner u.a. für eine Heirat benötigten. Dieses Recht konnte nur der Gutsherr aussprechen. Es wurde dem Haupthelden Johann Schütt und seiner Verlobten Marie verweigert. Er erschlug den Gutsherrn und wanderte in die USA aus. 59. Ilgenweg; führt vom Massiner Weg zum Zantochweg. Name ab: 15.6.1976 alter Name: Straße 170 (Privatstraße) Namenserläuterung: Ilgen, Heinrich Rüdiger von, geb. 30.9.1654 Petershagen bei Minden, gest. 6.12.1728 Britz, Jurist, Politiker. Ilgen entstammte einer lutherischen Ratsfamilie. Er studierte Rechts- und Staatswissenschaft und unternahm mehrmals längere Bildungsreisen durch Europa. 1672 war er in Minden bei der Regierung Brandenburgs angestellt und kam 1678 nach Berlin, wo er am Hofe des Großen Kurfürsten diente. Dieser beförderte Ilgen 1683 zum Geheimen Kammersekretär. Er behielt diese Funktion und seinen Einfluss auch unter dessen Nachfolger, von dem er 1699 zum Geheimen Rat ernannte wurde. Bereits seit 1699 führte Ilgen in Wien die Verhandlungen über die künftige Königswürde für Friedrich III., der dann 1701 als Friedrich I. König in Preußen wurde. Seit 1701 war Ilgen Mitglied des Staatsrates. Aufgrund der erfolgreichen Verhandlungen mit den Habsburgern erhielt die Familie den preußischen Adelstitel. Im Jahre 1706 wurde Ilgen zum Regierungspräsidenten in Minden ernannt. 1711, nach dem Sturz seines Rivalen Kolbe von Wartenberg, nahm Ilgens Einfluss auf die auswärtige preußische Politik erheblich zu. Als erster preußischer Außenminister half er die Stellung des Königreichs zu sichern und engagierte sich für die Reform des preußischen Justizwesens. Er war seit 1719 bis zu seinem Tode der Besitzer des Gutes Britz. 60. Im Rosengrund; liegt zwischen Mohriner Allee und Koppelweg. Name ab: 11.5.1938 alter Name: Straße 219 Namenserläuterung: In dieser Region wurde die Rosenzucht durch die Britzer Landschaftsgärtnereien sehr intensiv betrieben. 61. Jahnstraße; führt von der Buschkrugallee zum Britzer Damm. Name ab: zwischen 1871 und 1906, genaues Datum nicht bekannt. alter Name: nicht bekannt Namenserläuterung: Jahn, Friedrich Ludwig, geb. 11.8.1778 Lanz (bei Perleberg), gest. 15.10.1852 Freyburg/Unstrut, Pädagoge und Politiker. Er besuchte das Gymnasium in Salzwedel und bis Ostern 1795 noch für ein halbes Jahr das Gymnasium „Zum Grauen Kloster“ in Berlin. Ab 1796 betrieb er Studien in Halle, Frankfurt (Oder), Greifswald und Göttingen. Im Jahre 1809 übersiedelte er nach Berlin und publizierte hier eines seiner wichtigsten Werke, „Deutsches Volkstum“. Er war seit 1810 als Lehrer am Grauen Kloster und an den Plamannschen Erziehungsanstalten in Berlin beschäftigt. Gemeinsam mit Ernst Friesen gründete er den „Deutschen Bund“, einen Vorläufer der Burschenschaften. Jahns Bedeutung liegt besonders in der Entwicklung des Turnens, dessen Übungen er zusammen mit Ernst Eiselen und Karl Friedrich Friesen schuf und in dem er eine Möglichkeit sah, während der napoleonischen Herrschaft die physische und moralische Kraft des Volkes zu stärken. 1811 richtete er in der Berliner Hasenheide den ersten Turnplatz ein. Sein Turnen umfasste vielfältige Leibesübungen, zu denen Fechten, Schwimmen, Laufen, Spiel und Tanz gehörten. Er gilt als Erfinder von Barren und Reck. Während der Befreiungskriege kämpfte Jahn im Lützowschen Korps. Als Mitbegründer der Deutschen Burschenschaft geriet er danach in Gegensatz zum restaurativen Regime. In der Nacht vom 13. zum 14.Juli 1819 wurde Jahn verhaftet und verbrachte danach sechs Jahre in Untersuchungshaft in Spandau, Küstrin und Kolberg. Man beschuldigte ihn der geistigen Urheberschaft an der Ermordung Kotzebues 1819. Nach Schließung der Turnplätze und Beschränkungen der Turnbewegung durch die Karlsberger Beschlüsse wurde Jahn der Prozess gemacht, der 1825 mit einem Freispruch endete; dennoch blieb er unter Polizeiaufsicht und unterlag bis 1840 dem Verbot der politischen Betätigung. 1848 wurde Jahn als Befürworter der demokratischen Monarchie in die Deutsche Nationalversammlung gewählt. Sein gemeinsam mit Ernst Eiselen verfasstes Buch „Die Deutsche Turnkunst“ (1816) gilt als Klassiker der einschlägigen Literatur. 62. Jochen-Nüßler-Straße; verbindet den Lowise-Reuter-Ring mit der Parchimer Allee. Name ab: 9.2.1927 alter Name: Straße 189 Namenserläuterung: Jochen Nüßler, Figur aus dem Roman „Ut mine Stromtid“ von Fritz Reuter. Der Roman erschien in drei Bänden 1862 bis 1864 in Wismar. Nüßler ist der Gutspächter und Schwager von Inspektor Karl Hawermann. 63. Johannisthaler Chaussee; führt vom Königsheideweg in Treptow (Johannisthal) über die Ernst-Keller-Brücke zum Buckower Damm (Johannisthal, Britz, Buckow, Rudow). Name ab: um 1908 und ab 27.3.1975 alter Name: nicht bekannt, kleiner Teil = Wildmeisterdamm Namenserläuterung: Johannisthal, Ortsteil des Bezirkes Treptow, der 1920 in Berlin eingemeindet wurde. 1753 wurde auf einem Terrain, das ehemals zur Rudower Feldmark gehörte, durch den Kammerherrn Johann Werner ein Gut angelegt. Er hatte die Auflage, zehn Kolonistenfamilien dort anzusiedeln. 1840 lebten in dieser Region dann 132 Menschen. 1880 wurde aus dem Guts- und Gemeindebezirk der Ort Johannisthal, der sich aufgrund des günstigen Bahnschlusses zu einem beliebten Naherholungsgebiet entwickelte. 1875 war eine Haltestelle der Görlitzer Bahn dort eingerichtet worden. Seit 1885 hatte es Wasseranschluss, und 1902 begann der Ausbau der Kanalisation. Im September 1909 wurde der Johannisthaler Flugplatz in Betrieb genommen. 64. Kabelpfuhlweg; verbindet den Walnussweg mit dem Seerosensteig. Name ab: 11.5.1938 alter Name: Straße 225 Namenserläuterung: Nach einem ab 1920 ausgetrockneten Pfuhl benannt. Kabel kommt vom niederländischen Kaveln und bedeutet verlosen. 65. Karl-Elsasser-Straße; beginnt am Tempelhofer Weg und endet an der Lauterberger Straße am Friedrichsbrunner Platz. Name ab: 10.2.1902 alter Name: Straße 104 a Namenserläuterung: Elsasser, Karl, geb. 22.6.1822, gest. 14.3.1911 Rixdorf, Kommunalpolitiker. Elsasser erwarb in der Kommunalpolitik große Verdienste. Seine Familie wohnte (1859) Hasenheide 12. 66. Kielingerstraße; beginnt am Ortolanweg und endet an der Parchimer Allee. Name ab: 1.9.1988 alter Name: Straße 566 Namenserläuterung: Dr. Valentin Anton Kielinger, geb. 14.2. 1901 Löbau (Westpreußen), gest. 19.2.1969 Berlin, Jurist, Kommunalpolitiker Jurist, Senator für Justiz. Kielinger besuchte das Gymnasium in Danzig (Gdansk) und studierte später an den Universitäten in Königsberg (Kaliningrad), München und Leipzig. Er war Vorstandsmitglied der Deutschen Zentrumspartei. Bis 1936 war er als Richter in Danzig tätig. Im Jahre 1936 wurde er in „Schutzhaft“ genommen und 1937 in den Ruhestand versetzt. Ab 1946 arbeitete Kielinger als Richter am Amtsgericht Charlottenburg. Im April 1947 wurde er Stadtrat und Leiter der Rechtsabteilung des Magistrats. Von Februar 1951 bis 1963 war Kielinger Senator für Justiz. Er wohnte (1955) in Schlachtensee, Seesteig 22. 67. Kienheideweg; beginnt an der Buschkrugallee und endet an der Straße Am Mickelbusch. Name ab: 24.5.1958 alter Name: Straße 51 Namenserläuterung: Kienheide ist ein alter Flurname 68. Kleiberweg; führt vom Rohrdommelweg zum Stelzenweg. Name ab: 4.1.1955 alter Name: Straße 275 Namenserläuterung: Kleiber, auch Spechtmeise genannt, gehört zu den Sperlingsvögeln. Er klettert an Bäumen und Felsen. Er lebt in den Wäldern Europas und Mittelasiens. Diese Straße gehört zum ‚Vogelviertel’ Britz. 69. Klempnergasse; führt vom Bauführerweg zur Severingstraße. Name ab: 30.1.1933 alter Name: Straße 255 (Privatstraße) Namenserläuterung: Klempner, eine Berufsbezeichnung für einen Ausbildungsberuf, der die Hauptzweige Geräteklempnereien, Bauklempnerei und Installation umfasst. 70. Koppelweg; führt vom Britzer Damm bis zur Gemarkung Mariendorf. Name ab: 14.2.1950 alter Name: Triftstraße (vor 1899) Namenserläuterung: Koppel, eine Flurbezeichnung. Hier lagen die Viehweiden des Gutshofs Britz. 71. Korlinweg; verläuft zwischen Buschkrugallee und Krischanweg. Name ab: 27.1.1931 alter Name: Straße 236 Namenserläuterung: Korlin Soltmann ist die Kammerzofe im Roman „Dörchläuchting“ (1866) von Fritz Reuter. 72. Krischanweg; führt von der Gielower Straße zur Malchiner Straße. Name ab: 23.1.1931 alter Name: Straße 233 Namenserläuterung: Krischan, Figur aus dem Romanwerk von Fritz Reuter. 73. Lauterberger Straße; führt vom Treseburger Ufer über Friedrichsbrunner Platz zum Emmaus- Friedhof. Name ab: 18.9.1911 alter Name: Straße 151 a Namenserläuterung: Bad Lauterberg im Harz, Stadt im Landkreis Osterode am Harz, Bundesland Niedersachsen. Der Luft- und Kneippkurort liegt im Mittelharz (422 m ü. M.). Lauterberg wurde 1183 erstmals urkundlich erwähnt. 1839 wurde der Kurbetrieb aufgenommen. Seit 1906 führt Lauterberg die Bezeichnung „Bad“ und ist seit 1929 Stadt. Diese ist 41,54 km2 groß und hat 13.022 Einwohner (1995). 74. Leidener Straße; geht von der Buschkrugallee bis zur Haarlemer Straße. Name ab: 4.8.1930 alter Name: Straße 11 Namenserläuterung: Leiden, eine der ältesten Städte in den Niederlanden. Sie liegt in der Provinz Südholland. 1992 hatte Leiden 113.900 Einwohner. Die Stadt beherbergt ein Laboratorium für Weltraumforschung, ein nationales Forschungsinstitut für Pflanzen, das Nationalmuseum für Geologie und Mineralogie, für Naturkunde, für Altertümer, für Geschichte der Naturwissenschaften und Medizin, für Völkerkunde, das königliche Münzkabinett und einen botanischen Garten. Die vielfältige Industrie umfasst u.a. Maschinen-, Apparate- und Karosseriebau, Kunststoff- und Orthopädieartikel, Computerprogramme und Druckereien. Leiden ist ein Handelszentrum für Blumenzwiebeln. Die Stadt ist von vielen Kanälen durchzogen und durch diese mit Den Haag, Haarlem und Amsterdam verbunden. Die Stadt geht auf eine römische Gründung zurück und erhielt um 1230 Stadtrecht. Im Mittelalter war sie ein berühmtes Zentrum der Tuchproduktion. Die Stadt verteidigte sich heldenmütig 1573/74 gegen die Spanier. Die Leidener Universität wurde 1575 gegründet. Leiden wird von einer sternenförmigen Gracht umgeben (entlang der im 19.Jahrhundert geschleiften Wälle und Bollwerke des 17.Jahrhunderts). Im ältesten Teil von Leiden liegt auf einem künstlichen Hügel die Burg, umgeben von einer Ringmauer (12.Jahrhundert) mit Wehrgang. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Sint-Pieterskerk, eine fünfschiffige spätgotische Basilika mit Umgangschor (begonnen 1294, geweiht 1412), das Rathaus (1593/94 – eines der prächtigsten Renaissance-Gebäude der Niederlande) und die ehemalige Tuchhalle (De Lakehal, 1639/40, heute Stedelijk-Museum). 75. Leonberger Ring; liegt am Rufacher Weg und ist bogenförmig angelegt. Name ab: 1.10.1965 alter Name: Straße 480 Namenserläuterung: Leonberg, Stadt im kreis Böblingen, Bundesland Baden-Württemberg, westlich von Stuttgart im Strohgäu. Leonberg, seit 1248 Stadt, kam 1318 an Württemberg und war 1457 Tagungsort des ersten Württembergischen Landtages. Sehenswürdigkeiten in Leonberg sind die evangelische Pfarrkirche, eine flachgedeckte Pfeilerbasilika aus dem frühen 14.Jahrhundert, das Rathaus (ein Fachwerkbau von 1482) und der ehemalige Bebenhäuser Hof (15.Jahrhundert). Die Stadt ist auch durch die Hunderasse „Leonberger“, eine Kreuzung aus Bernhardiner, Neufundländer und Pyrenäenhund, bekannt. Leonberg hat ein Heimatmuseum, betrieben wird Maschinen- und Apparatebau, es gibt Betriebe für Klima- und Trockentechnik, optische Industrie und Lederfabrikation. Leonberg ist Sitz einer Bausparkasse. Die Stadt ist 48,73 km2 groß und hat 43.539 Einwohner (1995). Leonberg ist Partnerstadt des Bezirkes Neukölln. 76. Liningstraße; verbindet die Stavenhagener Straße mit dem Lowise –Reuter - Ring. Name ab: 9.2. 1927 alter Name: Straße 195 Namenserläuterung: Im Roman „Ut mine Stromtid“ von Fritz-Reuter sind Lining und Mining die Töchter des Gutpächters Jochen Nüßler. Der Roman erschien in drei Teilen zwischen 1862 und 1864 in Wismar. 77. Lowise–Reuter–Ring; führt von der Fritz-Reuter-Allee ringförmig zur Fritz-Reuter-Allee. Name ab: 9.2.1927 alter Name: Straße 197 Namenserläuterung: Reuter, Lowise, geb. Kuntze, geb.1817 Grevesmühlen, gest. 1894 Eisenach. Sie war seit dem 16.6.1851 Ehefrau des Dichters Fritz Reuter. 78. Mackenroder Weg; beginnt an der Bürgerstraße und endet an der Jahnstraße. Name ab: 11.5.1938 alter Name: Straße 46 b Namenserläuterung: Mackenrode, Ort im Landkreis Eichsfeld in der Nähe des Heilsbads Heiligenstadt, Freistaat Thüringen. Er ist 3,80 km2 groß und hat 542 Einwohner. 79. Malchiner Straße; beginnt an der Onkel-Herse-Straße, überquert die Parchimer Allee und endet als Sackgasse. Name ab: 18.10.1926, 4.8.1939 und 17.11.1958 alter Name: Straße 186, Straße 232 und Straße 273 Namenserläuterung: Malchin, Stadt am Nordrand der Mecklenburger Seenplatte, Landkreis Demmin, Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Malchin liegt zwischen Kummerower und Malchiner See (14,3 km2). Die Stadtanlage entwickelte sich um 1220 aus einer alten slawischen Fischersiedlung. Als Begründer gilt Fürst Nikolaus von Werle, der die Stadt als Festung vermutlich gegen Pommern ausbauen ließ. 1236 wurde „Malchyn“ als civitas genannt. Reste der Stadtmauer (14.Jahrhundert) sowie das Kalensche und das Steinvortor (15.Jahrhundert) sind erhalten; die Stadtkirche St. Maria und St. Johannes ist ein Backsteinhaus des 14.Jahrhunderts. Das Rathaus (mit Freitreppe) stammt aus dem Jahre 1912. Malchin ist 39,44 km2 groß und hat 9.629 Einwohner (1995). 80. Malersteig; beginnt an der Tischlerzeile, verläuft über Klempnergasse und Polierweg und endet als Sackgasse. Name ab: 30.1.1933 alter Name: Straße 256 (Privatstraße) Namenserläuterung: Eine Bezeichnung, die sowohl das Malerhandwerk – Anstrich von Flächen, Gebäuden u.a. – als auch das Kunsthandwerk umfasst. 81. Marientaler Straße; beginnt an der Buschkrugallee und endet an der Haarlemer Straße. Name ab: 18.9.1911 alter Name: nicht bekannt Namenserläuterung: Mariental benannt nach dem früheren Ortsteil Mariental, der zu Baumschulenweg eingemeindet wurde, ehemaliges Gut am südwestlichen Ende Baumschulenwegs zwischen heutiger Sonnenallee und Heidekampweg. Das Gut entstand nach der Abholzung der Köllnischen Heide in der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts aus dem ehemaligen Forsthaus. Mitte des 19.Jahrhunderts gehörte das Gut zu Rixdorf. 82. Martin-Wagner-Ring; ist hufeisenförmig angelegt und verläuft im Einbahnstraßenverkehr an der Gutschmidtstraße. Name ab: 24.5.1958 alter Name: Straße 279 Namenserläuterung: Wagner, Martin, geb. 5.11.1885, gest. 28.5.1957 Cambrigde (USA), Unternehmer, Architekt, Kommunalpolitiker. Wagner studierte in Dresden und Berlin das Baufach. Danach war er von 1924 bis 1926 als Direktor der Deutschen Wohnungsbau-Genossenschaft in Berlin tätig. In den Jahren von 1926 bis 1933 wirkte Wagner als Stadtbaurat in Berlin. Dabei erwarb er sich große Verdienste u.a. beim Bau der Hufeisensiedlung in Britz (1925-1926) mit Bruno Taut. Schon 1924-1926 wurde nach seinen Entwürfen die Lichtenberger Plattenbausiedlung erbaut. Gleich Käthe Kollwitz und aus Solidarität mit ihr trat er 1933 aus der Preußischen Akademie der Künste aus. Im selben Jahr war er gezwungen zu emigrieren. Er gelangte über die Türkei in die USA, wo er an der Harvard Universität eine Professur erhielt. 83. Massiner Weg; beginnt an der Mohriner Allee/Neumarkplan und mündet im Deutschkroner Ring. Name ab: 29.8.1960 alter Name: Marienfelder Straße (vor 1899 bis um 1916), Marienfelder Weg (um 1916 bis 1960); am 1.4.1983 wurde ein Teil des Massiner Weges in Sangerhauser Weg umbenannt. Namenserläuterung: Massin: heute Mosina, Ort zwischen Deudamm (Debno) und Tarnów, Polen. Der Ort liegt in der historischen Landschaft der Neumark, die Anfang des 15.Jahrhunderts vom Deutschen Ritterorden erworben wurde. 84. Maurerweg; führt vom Zimmererweg über Bauhüttenweg zum Rohrlegerweg, auch Buckow. Name ab: 30.1.1933 und 27.3.1939 alter Name: Straße 249 (Privatstraße) und Straße 75 Namenserläuterung: Maurer, eine Bezeichnung für einen Bauberuf. Den Begriff „musari“ gab es bereits im Althochdeutschen für einen Menschen, der ein Mauerwerk errichtete. 85. Miningstraße; liegt zwischen Stavenhagener Straße und Lowise-Reuter-Ring. Name ab: 9.2.1927 alter Name: Straße 194 und Straße 196 Namenserläuterung: Mining, im Roman „Ut mine Stromtid“ von Fritz Reuter sind Lining und Mining die Töchter von Gutspächter Jochen Nüßler. Der Roman erschien in drei Teilen zwischen 1862 und 1864 in Wismar. 86. Mohriner Allee; beginnt am Buckower Damm und mündet in die Britzer Straße. Name ab: 29.8.1960 alter Name: Mariendorfer Straße (um 1902 bis um 1912), Mariendorfer Allee (um 1912 bis 1960) Namenserläuterung: Morin, heute Moryn, die Stadt liegt am gleichnamigen See im Kreis Königsberg (Chojna), Polen. Die Stadt gehörte zum historischen Gebiet der Neumark, das 1397 erstmals urkundlich als „neuwe mark“ erwähnt wurde. als Kirchenort „Morin“ wurde sie bereits 1263 genannt. Im 13.Jahrhundert wurde dort eine deutsche Burg hineingebaut. Schon vor 1263 gehörte der Ort zu Pommern. Ungefähr 1306 erhielt Mohrin Stadtrecht, sollte dann aber in der ersten Hälfte des 15.Jahrhunderts zum Dorf gemacht werden, wogegen sich die Einwohner wehrten. In den Jahren 1402 bis 1454 war Mohrin mit dem gesamten Gebiet an den Deutschen Ritterorden gefallen. Die Bewohner lebten vorrangig vom Ackerbau. Um 1800 wurden in Mohrin 44 Ackerbürger gezählt. Im Ergebnis des Zweiten Weltkrieges kam die Stadt wieder an Polen. 87. Moosrosenstraße; ein Teil beginnt am Tempelhofer Weg und endet als Sackgasse. Der andere Teil beginnt an der Gradestraße und endet ebenfalls als Sackgasse, das Zwischenstück ist bebaut. Name ab: 16.8.1928 alter Name: Straße 145 Namenserläuterung: Moosrose, eine Zuchtform der Zentifolia. Der Name bedeutet „hundertblättrige rose“. Zu dieser Rosenart, deren Heimat im Kaukasus vermutet wird, zählen die Mai-, die Kohl- sowie die Provencerose. In einigen Mittelmeerländern wird sie kultiviert. Ihre Blätter geben wertvolles Rosenöl und Rosenwasser, beides findet in der Genussmittelindustrie Verwendung. 88. Neue Späthbrücke; führt über den Teltowkanal in Verbindung mit dem Bau der A 113. Name ab: 21.9.2002 alter Name: ohne Bezeichnung Namenserläuterung: Franz Ludwig Späth (1839–1913), Besitzer der 1864 angelegten Baumschule, die an der Späthstraße liegt; Gründung des Gartenbaubetriebes von Christoph Späth im Jahr 1726, unter Ludwig Späth. (1797–1883) erreichte die Gärtnerei ihre wirtschaftliche Blüte. 89. Neumarkplan; verläuft von der Mohriner Allee entlang der Neukölln-Mittenwalder-Eisenbahn in südlicher Richtung und kommt als Schleife wieder zurück. Name ab: 4.1.1955 alter Name: Straße 270 Namenserläuterung: Neumark, historische Landschaft in der Mark Brandenburg und in einem Teil vom heutigen Polen. Das Territorium reichte im 15.jahrhundert westlich von der Oder bis östlich zur Stadt Driesen ( heute Drezdenko, Polen ) und schloss diese mit ein. Nördlich grenzte die Neumark ans Herzogtum Pommern-Stettin und zog sich weiter bis nach Schivelbein (Swidwin, Polen), wo sie ans Herzogtum Pommern grenzte. Südlich traf das Gebiet auf die Grenze zum Königreich Polen. Der Begriff der brandenburgischen Neumark hat sich mehrfach verändert. Einst wurde dieses Terrain gleichgesetzt mit dem Fürstentum Hans von Küstrins, der die Neumark von seinem Vater 1537 erbte. Die eigentliche Neumark wurde erstmals 1397 urkundlich als „neuwe mark“ erwähnt. Die in ihr befindlichen Herrschaftsgebiete Kottbus und Crossen (Krosno Ordrzánskie) gehörten als Lehen der böhmischen Krone zu Brandenburg. 1402 wurde die Neumark an den Deutschen Ritterorden verkauft, 1454 aber wieder zurückgekauft. Jedoch erst mit dem Verzicht auf das Wiederkaufsrecht des letzten Hochmeisters Albrecht, Herzog von Preußen, kam das Gebiet an Brandenburg. Damit wurde der brandenburgische Markgraf Johann (Hans) von Küstrin der Eigentümer. 1815 kam das gesamte Terrain unter die Verwaltung der Provinz Brandenburg, 1945 zu Polen. 90. Onkel-Bräsig-Straße; führt von der Blaschkoallee zur Parchimer Allee. Name ab: 9.2.1927 alter Name: Straße 192 und Straße 193 Namenserläuterung: Die Figur des Onkel Bräsig stammt aus dem Roman „Ut mine Stromtid“ von Fritz Reuter, der in drei Teilen zwischen 1862 und 1864 in Wismar erschien. 91. Onkel-Herse-Straße; beginnt an der Buschkrugallee und endet an der Fritz-Reuter-Allee. Name ab: 9.2.1927 alter Name: Straße 200 Namenserläuterung: Einen Onkel Herse nannte Fritz Reuter in einem Brief an seinen Vater aus der Haft in Dömitz vom 19.10.1939. 92. Ortolanweg; beginnt am Grünen Weg und endet an der Johannisthaler Chaussee, auch Buckow. Name ab: 16.8.1928, 9.6.1933 und 28.6.1974 alter Name: Straße 33 und Straße 37 Namenserläuterung: Ortolan oder Garten-Ammer gehört zur Finkenfamilie. Die Ammern, auch Emberizidae, gehören zur Familie der Singvögel. Es gibt rund 550 Arten, wovon 40 in Eurasien und Afrika vorkommen. Zu den in Deutschland brütenden Ammern gehören auch die Feld- und die Goldammer sowie der Ortolan. 93. Parchimer Allee; verläuft von den Kolonien im Bereich des Teltow-Kanals über Buschkrugallee zur Fulhamer Allee. Name ab: 6.7.1927, 13.5.1929, 29.3.1939 und 1.12.1983 alter Name: Kirschallee, Kirschstraße und Parkstraße, Straße 66 , Straße 73, Straße 229 und Straße 579 Namenserläuterung: Parchim, Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises, südlich der Mecklenburger Seenplatte, Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Bereits in altslawischer Zeit wurde hier gesiedelt. Die Burg Parchim wurde 1170 erstmals urkundlich erwähnt. In ihrem Schutz entwickelte sich eine Siedlung „Parchem“, die von Fürst Heinrich Borwin II., Herr auf Rostock, 1225/1226 städtische Rechte erhielt. Die Neustadt wurde 1249 erstmals genannt. Im Jahre 1268 ging die Herrschaft über Parchim an die Markgrafen von Brandenburg über, zuvor verfügten die Herzöge von Sachsen über diesen Besitz. Von 1286 bis 1316 war Parchim der Hauptaufenthaltsort des Fürsten Nikolaus II. von Werle. 1436 starb das Werlersche Haus aus, und Parchim kam zu Mecklenburg und dann zum Herzogtum Mecklenburg-Schwerin. Die Einwohner ernährten sich vor allem von der Landwirtschaft. Handel und Gewerbe spielten eine mindere Rolle. Die Tuchmacher waren im 16.jahrhundert die stärkste dort ansässige Zunft. Mit dem Beginn des Chausseebaus 1845 nahm die wirtschaftliche Entwicklung einen Aufschwung. Im Jahre 1880 erhielt Parchim seine erste Bahnverbindung. Sie führte nach Ludwigslust. Mit der um diese Zeit einsetzenden Industrialisierung entwickelte sich Parchim nach Rostock zum wichtigsten Industriestandort Mecklenburgs (Baustoff- und Hydraulikwerk, Konserven- und Fleischwarenfabrik). Sehenswert sind die Pfarrkirche St. Marien (1728 geweiht) der Neustadt mit spätgotischem Schnitzaltar; die gotische Pfarrkirche St. Georgen (1307 geweiht) der Altstadt; Fachwerkhäuser, vor allem aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Parchim ist 106,63 km2 groß und hat 21.086 Einwohner (1995). 94. Paster-Behrens-Straße; verläuft von der Straße Hüsung über Parchimer Allee, Talberger Straße und endet als Sackgasse. Name ab: 21.10.1933 alter Name: Moses–Löwenthal–Straße (1927 – 1933) Namenserläuterung: Pastor Behrens, eine Figur aus dem Roman „Ut mine Stromtid“ (1862-1864) von Fritz Reuter. 95. Pätzer Straße; verbindet den Britzer Damm mit der Straße Alt-Britz. Name ab: 14.2.1950 alter Name: Wilhelmstraße Namenserläuterung: Pätz, Ort am gleichnamigen See in der Mark Brandenburg, Landkreis Dahme - Spree, Bundesland Brandenburg. Pätz ist 17,97 km2 groß und hat 578 Einwohner (1995). 96. Pintschallee; führt von der Franz-Körner-Straße zur Hannemannstraße. Name ab: 18.8.1913 alter Name: Straße 50 Namenserläuterung: Pintsch, Richard, geb. 19.2.1840 Berlin, gest. 6.9.1919 Berlin, Ingenieur und Unternehmer. Sein Vater, Julius Pintsch, war 1843 der Gründer und Eigentümer der Gasapparatefabrik. Richard Pintsch absolvierte eine Lehre in der väterlichen Fabrik. Im Jahre 1879 übernahm er mit seinen Brüdern das Unternehmen, das ein betriebssicheres Beleuchtungssystem unter Verwendung von Ölgas – „Pintschgas“ – und Pressglas für die Beleuchtung der Eisenbahnwagen produzierte. Er war Mitglied der Bauakademie Berlin. Pintsch wohnte (1914) in der Tiergartenstraße 4 a. 97. Polierweg; führt von der Severingstraße zum Schlosserweg. Name ab: 25.6.1935 alter Name: Weg II in der Frontkämpfer-Siedlung (Privatstraße) Namenserläuterung: Polier, Berufsbezeichnung für den Vorarbeiter auf der Baustelle. Er überwacht die sachgemäße Baudurchführung. Der Begriff Polier kommt aus der im Mittelalter gegründeten Bauhüttenordnung, in deren Hierarchie der Parlier (Polier) der Sprecher und Stellvertreter des Hüttenführers war. 98. Priesterweg; verläuft zwischen Bürgerstraße und Jahnstraße. Name ab: vor 1899 alter Name: vorher ohne Bezeichnung Namenserläuterung: Priester, ein geweihter, mit besonderen voll machten ausgestatteter geistlicher, speziell der katholischen Kirche. Über griechisch und kirchenlateinisch presbyter, Gemeindeältester, hat sich der Begriff Priester entwickelt. Er ist der Mittler zwischen Gott und den Menschen. 99. Rambowstraße; verläuft parallel der Buschkrugallee von der Havermannstraße bis zur Onkel-Herse-Straße. Name ab: 9.2.1927 alter Name: Straße 201 Namenserläuterung: Die Namensgebung steht im Zusammenhang mit dem Schaffen von Fritz Reuter. Rambow, Kammerrat auf Pümpelhagen, ist eine Figur aus seinen Werken. 100. Riedelstraße; verläuft von Gradestraße bis Saalburgstraße. Name ab: 18.9.1911 alter Name: Straße 156 Namenserläuterung: Riedel, Johann Daniel, geb. 5.12.1786 Mecklenburg, gest. 11.2.1843 Berlin, Apotheker, Fabrikant. Riedel gründete 1814 in Berlin die erste Chinin-Fabrik Preußens. Die Fabrik befand sich 1826, von seinem Sohn G. Riedel später weitergeführt, in der Friedrichstraße 173. Sie nannte sich „Schweizer Apotheke zum Schwarzen Adler“. Ludwig Riedel, ein Enkel von Johann Daniel Riedel, errichtete 1888 im Bereich Waltersdorfer Straße/ Teilstück zwischen Buntzelstraße und Krummestraße in Treptow im Ortsteil Bohnsdorf die „Riedelsche Fabrik“, in der aus Steinkohlenteer chemische Grundstoffe, später auch Pharmaka hergestellt wurden. Sie wurde 1905 in die Aktiengesellschaft J.D.Riedel AG Chemische Fabrik (heute Riedel-de-Haen AG) umgewandelt und 1918 nach Britz verlegt. 101. Riesestraße; führt von der Blaschkoallee bis zur Hannemannstraße. Name ab: 18.9.1911 alter Name: Straße 153 Namenserläuterung: Riese, Heinrich, geb. 29.3.1864 Berlin, gest. 3.6.1928 Berlin, Mediziner, Prof. Dr. Riese besuchte das Königliche Gymnasium in Berlin und studierte dann in Freiburg im Breisgau, in Berlin und in Heidelberg Medizin. Er war langjähriger ärztlicher Direktor des Kreiskrankenhauses Groß-Lichterfelde. Riese wohnte (1928) in Groß-Lichterfelde bei Berlin, Unter den Eichen 44. Er wurde auf dem Friedhof bei der Dahlemer Dorfkirche in Zehlendorf beigesetzt. Riese war auch langjähriger Leiter des Britzer Kreiskrankenhauses. 102. Rohrdommelweg; verläuft von der Johannisthaler Chaussee bis zur Kolonie „Britzer Wiesen“. Name ab: 4.1.1955 alter Name: Straße 274 Namenserläuterung: Rohrdommel, auch Große Rohrdommel, aus der Familie der Reiher, Ordnung der Schreitvögel. Der Vogel lebt in Europa bis zur Nord- und Ostsee im Schilf. Der bis zu 76 Zentimeter große Vogel ist stark gefährdet. Er ist eulenartig gefiedert und wirkt sehr kräftig. Die Rohrdommel legt im Mai drei bis fünf starkschalige Eier und brütet 25 Tage. Ihr morgendlicher Brummton (auch Wasserochse genannt) ist bis zu einem Kilometer weit zu hören. Auch die Zwergrohrdommel ist gefährdet; sie wird bis zu 36 Zentimeter groß, ist weniger scheu und ein Akrobat auf den Schilfstengeln. 103. Rohrlegerweg; führt vom Buckower Damm zum Töpferweg, auch Buckow. Name ab: 27.3.1939 alter Name: Straße 74 Namenserläuterung: Rohrleger, eine Berufsbezeichnung für Arbeiter, die Rohre bzw. Rohrleitungen verlegen. 104. Rungiusbrücke; Brücke über den Teltowkanal im Zuge der Rungiusstraße. Name ab: 1.9.1905 alter Name: ohne Bezeichnung Namenserläuterung: Rungius, Gotthelf Gustav Heinrich, geb. 27.9.1833, gest. 11.5.1922, Theologe. Rungius war der erste Pfarrer in Rixdorf und ab 1862 Superintendent in Britz. Sein Grab befindet sich auf dem Städtischen Friedhof Britz am Koppelweg. 105. Rungiusstraße; verläuft von der Britzkestraße nach Süden über den Teltowkanal bis zur Hannemannstraße. Name ab: 9.6.1904 alter Name: am 26.9.1929 wurde der Wohnblock Muthesiushof in die Rungiusstraße einbezogen. Namenserläuterung: siehe 104. Rungiusbrücke. 106. Sangerhauser Weg; verläuft vom Quarzweg bis zum Haselnussweg am Britzer Garten. Name ab: 1.4.1983 alter Name: Straße 605, Straße 605 a und teilweise Massiner Weg Namenserläuterung: Sangerhausen, Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises, im Nordosten der Goldenen Aue, Bundesland Sachsen-Anhalt. Seit etwa 1100 war der Ort ein Marktflecken und wurde 1194 als oppidum genannt. Bereits 780 wurde „Sangerhus“ in einer Schenkungsurkunde erwähnt. Um 1250 begann die planmäßige Stadtanlage durch Heinrich den Erlauchten aus dem Hause Wettin, so dass 1263 von einer gewissen civitas geschrieben stand. Im Jahre 1815 wurde Sangerhausen von Sachsen abgetrennt und kam unter preußische Herrschaft. Die Bürger leben vom blühenden Handel, Handwerk und von der Landwirtschaft. Sangerhausen war das des Kupfer- und Silberbergbaus. Sehenswert sind das Rathaus (Spätgotik, 1431-1437), die Jakobikirche (Spätgotik, begonnen 1472), die Ulrichskirche (1.Hälfte des 12.Jahrhunderts, Romanische Basilika und das Neue Schloß / 1616-1622). An Industrie sind Nahrungsmittel-, Bauindustrie und Maschinenbau vorhanden. In Sangerhausen befinden sich das 12,5 Hektar große Rosarium und das Rosenmuseum. Die Stadt umfasst 34,26 km2 und hat 30.507 Einwohner (1995). 107. Scheveninger Straße; führt von der Buschkrugallee zur Haarlemer Straße. Name ab: 14.2.1950 alter Name: Johannisthaler Straße Namenserläuterung: Scheveningen, Ortsteil von Den Haag, Niederlande. Es ist ein Nordseebad und verfügt über einen Fischereihafen. 108. Schlosserweg; verläuft vom Buckower Damm bis zur Wetzlar - Grundschule südlich des Stellmacherwegs. Name ab: 14.2.1950 alter Name: Frontkämpferweg (Privatstraße) von 1936 bis 1950 Namenserläuterung: Schlosser, Bezeichnung für einen Metallberuf, der bereits im Mittelhochdeutschen als „slozzer“ existierte. Das Handwerk entwickelte sich seit dem 13.Jahrhundert durch die Vorstellung, dass Gebäude zu verschließen waren. 109. Seerosensteig; verläuft zwischen Walnussweg und Haselsteig. Name ab: 11.5.1938 alter Name: Straße 214 Namenserläuterung: Seerose (Nixblume), Gattung der Seerosengewächse mit etwa 35 weltweit verbreiteten Arten, entfernt verwandt mit Lotos. Sie kommt in stehenden, flachen Gewässern vor. In Deutschland sind die Weiße Seerose und die Gelbe Teich-, auch Seerose, zu finden. Beide Arten sind geschützt. Neben zahlreichen winterharten u.a. aus der Weißen Seerose entstandenen Sorten sind die aus Nord- und Mittelafrika stammende Blaue Lotosblume sowie die aus Ostindien stammenden Arten Rote Seerose und Blaue Lotosblume bekannt. 110. Sieversufer; führt von der Buschkrugallee bis zum Stichkanal und zum Hafen Britz-Ost. Name ab: 18.9.1911 alter Name: ohne Bezeichnung; am 30.5.1972 wurde bekannt gegeben, dass die Privatstraße Sieversufer, die zwischen der Buschkrugallee und der Straße 23 als öffentliche Straße ausgebaut und gewidmet worden war, ihren Namen Sieversufer behält. Am 1.8.1973 wurde die Verlängerung des Sieversufers – der Rest der Straße 23 – ebenso benannt. Namenserläuterung: Sievers, Hermann, geb.7.6.1854, gest. 9.3.1930, Unternehmer. Sievers, Regierungs- und Baurat, war 1.Direktor der Teltow-Kanal-Gesellschaft. 111. Späthbrücke; siehe auch 88. Neue Späthbrücke; Brücke über den Teltowkanal. Name ab: 3.8.1903 alter Name: ohne Bezeichnung Namenserläuterung: siehe 112. Späthstraße 112. Späthstraße; führt über den Teltowkanal bis zum Königsheideweg an der Baumschulenstraße. Name ab: um 1864, Benennung 3.8.1903 alter Name: Straße 12 Namenserläuterung: Späth, Franz Ludwig, geb. 25.2.1839 Berlin, gest. 3.2.1913 Berlin, Gärtner. Den Gartenbaubetrieb Späth gründete Christoph Späth – ein Urahn von Späth im Jahre 1726 vor dem Halleschen Tor. Ab 1760 lag der Betrieb an der Köpenicker Straße. Im Jahre 1864 verlegte Franz Ludwig Späth die Baumschule auf die Rudower Wiesen zwischen Britz und Johannisthal. Er gilt als der prominenteste Förderer des deutschen Baumschulenwesens. Er legte 1887/88 ein Arboretum an. Das Wohnhaus der Familie Späth stand in der heutigen Späthstraße. Späth erwarb sich besonders in der Obstbaumzucht Verdienste. Auch übernahm er umfangreiche Ämter im öffentlichen Leben; u.a. war er Mitglied des Kreistages Teltow und des Eisenbahnrats, Berater Bismarcks und Moltkes in allen Gartenfragen. Auf sein Betreiben wurden Straßen gepflastert, Alleenbepflanzungen durchgeführt und der Bahnhof Baumschulenweg eingerichtet. 1902 wurde ihm der Titel „Ökonomierat“ verliehen. Sein Grab befindet sich auf dem Luisenstädtischen Friedhof, Kreuzberg, Bergmannstraße 48-50. 113. Stavenhagener Straße; führt von der Fritz-Reuter-Allee zur Onkel-Bräsig-Straße. Name ab: 18.10.1926 alter Name: Straße 198 Namenserläuterung: Stavenhagen, Reuterstadt, Stadt im Landkreis Malchin, Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Die Gründung des Ortes wird dem Ritter Reimbern von Stove zugeschrieben. Im Schutz der deutschen Ritterburg entwickelte sich um 1250 die Stadt, die erstmals 1252 als „Stowenhachen“ erwähnt wurde. 1282 war sie urkundlich als „civitas“ bezeugt. Im Stadtsiegel von 1353 steht „Stovenhage(n)“. Von Barnim I. von Pommern-Stettin und von Wratislaw III. von Pommern-Demmin erhielt der Ort in der Mitte des 13.Jahrhunderts Stadtrecht. Da in ihr der Schriftsteller Fritz-Reuter 1810 geboren wurde, trägt sie seit 1949 den ehrenvollen Beinamen Reuterstadt. Sie ist 40,78 km2 groß und hat 8.497 Einwohner (1995). 114. Steinträgerweg; führt vom Buckower Damm durch die Siedlung Neuland über Rohrlegerweg bis Johannisthaler Chaussee, auch Buckow. Name ab: 30.1.1933 alter Name: Straße 76 und Straße 250 (Privatstraßen) Namenserläuterung: Steinträger, eine Berufsbezeichnung für eine Tätigkeit auf der Baustelle. 115. Stellmacherweg; verbindet den Schlosserweg mit dem Bauführerweg. Name ab: 13.12.1934 alter Name: Weg III Namenserläuterung: Stellmacher, eine Berufsbezeichnung. Früher war der Stellmacher derjenige, der Fahrzeuge herstellte. Synonyme dieses Begriffs waren Felgenhauer, Rademacher, Wagenbauer und auch Wagner. später wandelte sich dies in eine Bezeichnung für den, der kleine Fahrzeuge und auch hölzerne Werkzeuge herstellte. Den begriff des Wagners – vorrangig im süddeutschen Raum – gab es seit dem 11.Jahrhundert. 116. Stelzenweg; verläuft von der Kolonien am Teltowkanal (z.B. „Britzer Wiesen“, „Britz am Wiesenweg“) bis zur Johannisthaler Chaussee. Name ab: 1.9.1987 alter Name: Straße 26 a Namenserläuterung: Stelzen, weltweit verbreitete Familie der Singvögel mit 54 Arten. Die zierlichen, bis 23 Zentimeter langen, relativ langbeinigen und langflügeligen Vögel halten sich viel auf dem Boden auf, wo sie behende umherlaufen. Die meisten Arten bevorzugen offenes Gelände. Die eigentlichen Stelzen wirken durch ihren langen, ständig auf und ab wippenden Schwanz sehr schlank. In Deutschland brüten drei Arten: die Bachstelze, die Schafstelze und die Gebirgsstelze. 117. Suderoder Straße; verläuft von der Walkenrieder Straße bogenförmig und dann gradlinig über die Germaniapromenade bis zur BAB 100 als Sackgasse. Name ab: 18.9.1911 alter Name: Straße 146 Namenserläuterung: Bad Suderode, Gemeinde und Luftkurort im Landkreis Quedlinburg, Bundesland Sachsen-Anhalt. Sie liegt am Nordrand des Harzes (260 m ü. M.). Wirtschaftliche Grundlage sind neben dem Kalzium-Solebad noch Holzverarbeitung, Mineralwasserversand und Schmuckverarbeitung. Sehenswert sind die romanische Dorfkirche und die in der Nähe liegende Stadt Quedlinburg mit Schloß sowie die Stiftskirche Gernrode. Bad Suderode ist 8,20 km2 groß und hat 1.888 Einwohner (1995). 118. Talberger Straße; führt von der Fritz-Reuter-Allee zur Pastor-Behrens-Straße. Name ab: 4.8.1930 alter Name: Straße 238 Namenserläuterung: Talberg, Ort im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Das Pachtgut Talberg liegt südlich von Altentreptow, wo der Freund von Fritz Reuter, Fritz Peters, wohnte. Reuter hielt sich dort oft auf, denn in Altentreptow arbeitete er als Redakteur. Der Ort ist in Fritz Reuters Werken oft genannt. 119. Teichrosenpfad; verbindet den Koppelweg mit dem Seerosensteig. Name ab: 15.5.1930 alter Name: Straße 223 Namenserläuterung: Teichrose, Wasserpflanze mit schwimmenden Blättern, auch Mummel genannt. Sie gehört zu den geschützten Seerosen. 120. Tempelhofer Weg; führt vom Britzer Damm über den Teltowkanal bis zur Gottlieb-Dunkel-Straße. Name ab: vor 1899 und 1.7.1982 (Germaniastraße) alter Name: Tempelhofer Straße und Germaniastraße (davor Britzer Weg) Namenserläuterung: Tempelhof, Berliner Verwaltungsbezirk mit Schöneberg nunmehr zusammen. Ursprünglich war Tempelhof ein Dorf, das 1247 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Der Ort war früher im Besitz des Templerordens, von dem auch sein Name stammt. Nach der vom Papst im Jahre 1312 angeordneten Auflösung des Ordens kam der Ort 1318 an den Johanniterorden, der ihn 1435 an die Doppelstadt Cölln-Berlin verkaufte. Tempelhof (der Gutshof) kam in den besitz des Benedix Birckholz. Im Jahre 1344 hatte der Johanniterorden das Schulzenamt dem Cöllner Bürger Johann Ryke (Reiche) überlassen, was zugleich der erste urkundliche Nachweis dafür ist, dass sich Tempelhof im Besitz des Ordens befand. Am 20.6.1630 kaufte Christian Weiler, Spross eines reichen brandenburgischen Handelshauses im Berlin des 17.Jahrhunderts, das Gut Tempelhof vom straffällig gewordenen kurfürstlichen Münzmeister zu Berlin, Liborius Müller, um es bald darauf an den Grafen Schwartzenberg zu veräußern. Im 19.Jahrhundert fand Tempelhof Anschluss an die Entwicklung Berlins, vor allem durch die Eröffnung der Ringbahn 1871. Im Jahre 1875 erreichte auch die Pferdeeisenbahn den Ort. 1878 bekam Tempelhof Anschluss an die Gasversorgung. 1898 wurde hier das Elektrizitätswerk in Betrieb genommen. Der 1906 fertiggestellte Teltowkanal trug wesentlich zum wirtschaftlichen Aufschwung Tempelhofs bei. Bei der Bildung der Stadtgemeinde Berlin im Jahre 1920 entstand aus dem Ort Tempelhof zusammen mit den Dörfern Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade der 13.Verwaltungsbezirk. Ab 1923 wurde der Flughafen angelegt, der bis zur Inbetriebnahme des Großflughafens Tegel (1975) den gesamten zivilen Luftverkehr von Westberlin abwickelte. Danach diente er ausschließlich den amerikanischen Streitkräften. Das Luftbrückendenkmal vor dem Empfangsgebäude (1951 von E. Ludwig geschaffen) erinnerte an die Berlinblockade 1948/49. An der Ringbahn und am Teltowkanal gibt es verschiedene Industriezweige. In Mariendorf befindet sich die Trabrennbahn, und in Marienfelde steht eines der ältesten Bauwerke Berlins, eine alte Feldkirche, um 1200 gebaut. Der Verwaltungsbezirk umfasst 40,79 km2 und hat 191.458 Einwohner. 121. Teterower Straße; verbindet die Buschkrugallee mit der Fritz-Reuter-Allee. Name ab: 18.10.1926 alter Name: Straße 204 Namenserläuterung: Teterow, Stadt am Rand der Mecklenburger Schweiz im Landkreis Güstrow, Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Die Stadt lebt vom Landmaschinenbau und von der Möbel- und Nahrungsmittelindustrie. Erhalten sind eine frühgotische Stadtkirche (13.Jahrhundert) und zwei Tore der mittelalterlichen Stadtbefestigung. In wendischen Zeiten stand hier stand hier eine Trutzburg, die 1171 von den Dänen erobert wurde. 1272 wurde „Thitero(e)“ erstmals urkundlich erwähnt. Fürst Nikolaus von Werle, Herr auf Rostock, verleiht ihr vor Schwerin-Güstrower Stadtrecht. Die Bewohner lebten vorrangig von der Landwirtschaft. Teterow umgab sich im 19.Jahrhundert mit einem breiten Gürtel von Obstplantagen. Seine Lage an einer Handelsstraße begünstigte die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt im Mittelalter. Im Jahre 1864 erhielt Teterow Bahnanschluss über Malchin nach Neubrandenburg und 1886 über Rostock nach Neustrelitz. Im Jahre 1929 wurde hier die damals einzige deutsche Grasbergrennstrecke gebaut und in Betrieb genommen. Teterow umfasst 47,16 km2 und hat 10.622 Einwohner (1995). Der Ort wird oft in den Werken von Fritz Reuter genannt. 122. Tilburger Straße; abgehend von der Leidener Straße und endet als Sackgasse. Name ab: 4.8.1930 alter Name: Straße 11 Namenserläuterung: Tilberg, Stadt in der niederländischen Provinz Nordtrabant. Tilburg wurde 711 erstmals genannt und erhielt 1809 Stadtrecht. Mit der Akademie für Architektur, der katholischen Hochschule, wirtschaftlichen Instituten, dem Konservatorium, einem Textil-, Schreibmaschinen-, naturhistorischen Museum sowie dem völkerkundlichen Missionsmuseum etc. verfügt Tilburg über ein modernes Bildungszentrum. Tilburg ist ebenfalls Industriestadt. Neben der traditionellen Wollindustrie, der metallverarbeitenden Industrie sind auch Elektroapparate-, Schuh-, Lederwaren-, Möbel- und Kartonagenindustrie ansässig. Das 1849 im neugotischen Stil erbaute königliche Palais dient heute der Stadt als Rathaus. Tilburg ist das kulturelle Zentrum des niederländischen Katholizismus. 1992 hatte die Stadt 160.000 Einwohner. 123. Tischlerzeile; führt von der Johannisthaler Chaussee zum Hochspannungsweg auch Gropiusstadt. Name ab: 30.1.1933 und 29.12.1960 alter Name: Straße 254, Straße 284 und Platz 285 Namenserläuterung: Tischler, Bezeichnung für einen, der gewerbsmäßig Holz verarbeitet. Der begriff hieß im 15.Jahrhundert eigentlich Tischmacher, woraus sich dann Tischler entwickelte. 124. Töpferweg; verbindet die Johannisthaler Chaussee mit dem Bauhüttenweg. Name ab: 30.1.1933 alter Name: Straße 253 (Privatstraße) Namenserläuterung: Töpfer, eine Berufsbezeichnung für jene, die aus Ton Gefäße herstellen. Heute wird auch der Ofensetzer umgangssprachlich so genannt. Die Töpferscheibe war bereits um 3500 v.u.Z. bekannt. 125. Treseburger Ufer; führt vom Tempelhofer Weg am Teltowkanal entlang über Friedrichsbrunner Straße bis zum Britzer Damm. Name ab: 18.9.1911 alter Name: Straße B Namenserläuterung: Treseburg, Gemeinde und Kurort bei Blankenburg im Harz, Landkreis Wernigrode, Bundesland Sachsen-Anhalt, 270 m ü.M. gelegen. Seine Entstehung geht auf den früheren Bergbau zurück. Bereits 1350 bestanden Kupfer- und Eisenerzgruben; davon zeugen noch heute einige Schlackenhalden am Ort und im Wienröder Forst. Im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) kam der Bergbau zum Erliegen, erst 1712 nahm man den Abbau wieder auf. 1777 wurde der Bergbau ganz eingestellt, nur das Schmiedehandwerk überdauerte. Auf dem Gipfel des Bergsporns oberhalb des Ortes soll die Treseburg gestanden haben; wenige Mauer- und Turmreste blieben erhalten. Zwischen Treseburg und Thale erstreckt sich beiderseits die Bode. Das Bodetal. Treseburg umfasst 8,91 km2 und hat 121 Einwohner (1995). 126. Waldkraiburger Straße; geht als Sackgasse vom Tempelhofer Weg ab; Name ab: 23.8.1973 alter Name: Straße 116 Namenserläuterung: Waldkraiburg, Stadt im Landkreis Mühldorf am Inn, Freistaat Bayern. Waldkraiburg ist erst nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden und verdankt seinen Namen der dort gelegenen Bahnstation Kraiburg. Zwischen 1938 und 1940 wurden hier Zwangsarbeiter, die in der dortigen Pulverfabrik arbeiten mussten, untergebracht. Waldkraiburg ist seit 1960 Stadt und verfügt über Metall- und Glasindustrie. sie ist 21,56 km2 groß und hat 25.143 Einwohner (1995). 127. Walkenrieder Straße; Erschließungsstraße nördlich (Sackgasse)und südlich der Germaniapromenade und mündet im Süden in die Suderoder Straße. Name ab: 18.9.1911 alter Name: Straße 147 Namenserläuterung: Walkenried, Landkreis Osterode am Harz, Bundesland Niedersachsen. Der Kurort liegt im Südharz. Von einer Zisterzienserabtei (1127), die während des Bauernkrieges zerstört wurde, sind die Ruinen der Kirche und das Klostergebäude erhalten. Er ist 12,23 km2 groß und hat 2.599 Einwohner (1995). 128. Walnußweg; führt von der Mohriner Allee zum Koppelweg. Name ab: 11.5.1938 alter Name: Straße 226 und 227 Namenserläuterung: Walnuß, niederdeutsch für „welche Nuß“, Gattung der Walnussgewächse mit ca. 20 Arten in Eurasien, Nordamerika und in den nördlichen Anden verbreitet. Die Steinfrucht hat eine dicke, faserige Außen- und holzige Innenschale, einen fetthaltigen, essbaren Samen. Der Nussbaum ist ein wichtiger Holzlieferant (Furniere). 129. Wederstraße; führt vom Britzer Damm zur Rungiusstraße. Name ab: 23.1.1956 alter Name: Werderstraße Namenserläuterung: Weder, Carl, geb. 8.6.1840, gest. 23.1.1914 Neukölln, Buchbindermeister. Er war Mitbegründer des Wohnbezirks „Neubritz“. 130. Wesenberger Ring; verläuft im Bogen von der Gutschmidtstraße zu dieser zurück. Name ab: 24.5.1958 alter Name: Straße 280 Namenserläuterung: Wesenberg, Stadt im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. 131. Wildspitzweg; führt von der Furkastraße/ Nebelhornweg zur Straße Am Irissee. Name ab: 1.12.1983 alter Name: Straße 266 a Namenserläuterung: Wildspitz, der höchste Berg der Ötztaler Alpen in Tirol. Sein Nordgipfel liegt 3.774 m ü. M., der Südgipfel 3.770 m ü. M. 132. Wilhelm – Borgmann – Brücke; verläuft im Zuge des Tempelhofer Weges über den Teltowkanal. Name ab: 15.5.1905 alter Name: ohne Bezeichnung Namenserläuterung: Wilhelm Borgmann, geb. 16.9.1866, gest. 13.1.1927, Justizrat des Kreises Teltow. 133. Windröschenweg; führt von der Mohriner Allee zum Seerosensteig. Name ab: 11.5.1938 alter Name: Straße 224 Namenserläuterung: Windröschen (Buschwindröschen, auch Kuckucksblume oder Osterblume), Anemone (von griechisch anemos, Wind). Die Gattung der Hahnenfußgewächse ist mit über 100 Arten weltweit verbreitet. Anemonen sind Kräuter, selten Sträucher, mit gelappten Blättern, Blüten kronblattähnlich. Einheimisch bekannt sind das Buschwindröschen und das große Windröschen. Die Blätter der Anemonen enthalten neben Gerbstoffen das Anemonol. Das Anemonol wirkt auf die Haut und auf die Schleimhäute reizend und bakterientötend, als Heilpflanze findet die Anemone Verwendung in der Homöopathie. 134. Wochenendweg; befindet sich zwischen Haselsteig und Teichrosenpfad. Name ab: 11.5.1938 alter Name: Straße 221 (Privatstraße) Namenserläuterung: Hier befand sich eine Laubenkolonie. 135. Woermannkehre; zweigt von der Ballinstraße als Sackgasse ab. Name ab: 1.6.1975 alter Name: Straße 562 Namenserläuterung: Woermann, Adolph, geb. 10.12.1847 Hamburg, gest. 4.5.1911 Gröhnwohld (Storman), Großkaufmann, Großreeder. Woermann gründete 1884 die Afrika-Dampfgesellschaft, aus der die Schifffahrtslinie nach Afrika wurde. Sie heiß fortan die Woermann-Linie. Er war auch an der Gründung der Deutsch-Ostafrika-Linie beteiligt. Woermann erwarb große Länderein in Kamerun und Togo. Adolph Woermann gehörte zum Vorstand des im April 1898 in Berlin gegründeten „Deutschen Flottenvereins“ und organisierte 1905 innerhalb der Süd-Deutschen Volkspartei Propagandafahrten für Abgeordnete nach Afrika. 136. Wussowstraße; befindet sich zwischen Britzer Damm und Holzmindener Straße. Name ab: 18.9.1911 alter Name: Straße 12 und Straße 212 Namenserläuterung: Wussow, Friedrich, geb.27.8.1872 Eberswalde, gest. 20.12.1934 Berlin, Unternehmer. Wussow war Generaldirektor der Großen Berliner Straßenbahn-Gesellschaft. Diese wurde 1871 unter dem Namen Große Berliner Pferde –Eisenbahn -AG gegründet. Im Sommer 1901 führte sie den Oberleitungsbetrieb ein. Im Jahre 1911, als Dr. Wussow hier Syndikus und stellvertretender Direktor war, bedienten die Große Berliner Straßenbahnen und ihre Nebenbahnen 113 Linien, hatten 21 Bahnhöfe, zwei Werkstattbahnhöfe und verfügten über etwa 2000 Motorwagen und 1200 Beiwagen. 137. Zaandamer Straße; führt von der Buschkrugallee zur Haarlemer Straße. Name ab: 1.9.1961 alter Name: Grünauer Straße und Straße 9 Namenserläuterung: Zaandam, seit 1974 zu Zaanstad, ehemals selbständige Gemeinde in der niederländischen Provinz Nordholland, Hauptort der neugebildeten Gemeinde Zaanstad (Partnerstadt von Neukölln), an der Zaan und am Nordseekanal, zehn Kilometer nordwestlich von Amsterdam gelegen. Zaandam ist zentraler Ort des Industriegebietes Zaanstreek, mit Amtsgericht, Industrie- und Handelskammer, soziographischem Institut, zahlreichen Fachschulen und Museen. Der Hafen am Nordseekanal ist einer der wichtigsten niederländischen Umschlagplätze für Holz. Die Industrie umfasst neben zahlreichen holzverarbeitenden Betrieben Nahrungsmittel-, Brauerei-, metallverarbeitende, chemische und Papierindustrie sowie das graphische Gewerbe, außerdem gibt es Jachthäfen. Sehenswert sind die reformierte spätgotische Westzijderkeerk, die evangelisch-lutherische Kirche sowie das Freilichtmuseum „Zaanländer Schanze“, ein Dorf mit Holzhäusern, Mühlen, Bäckerei- und Mühlenmuseum. In Zaandam erlernte der russische Zar Peter I. 1697 das Zimmererhandwerk. 138. Zantochweg; führt vom Deutsch–Kroner–Ring zum Ilgenweg. Name ab: 16.10.1964 alter Name : Straße 173 (Privatstraße) Namenserläuterung: Zantoch (polnisch Santok), Ortschaft in der ehemaligen brandenburgischen Neumark, Woiwodschaft Gorzòw Wielkopolski, Polen. Am Zusammenfluss von Netze (Notec) und Warthe (Warta) wurde bereits im 9. Jahrhundert ein Straßenübergang bekundet. 990eroberte herzog Mieszko I. dieses Gebiet. Der brandenburgische Markgraf Konrad I. erhielt Zantoch – ohne Burg – als Hochzeitsgabe seiner Ehefrau Elisabeth, Tochter des polnischen Königs Mieszko III. Bereits 1296 befand sich dann auch die Burg in brandenburgischem Besitz. Im 15.Jahrhundert herrschte hier der Deutsche Ritterorden. Ab 1455 kam Zantoch mit der Neumark erneut in den Besitz der Brandenburger. Im Ergebnis des Zweiten Weltkrieges kam Zantoch zu Polen. 139. Zimmererweg; führt vom Buckower Damm zum Rohrlegerweg. Name ab: 30.1.1933 alter Name: Straße 252 (Privatstraße) Namenserläuterung: Zimmerer, eine Berufsbezeichnung für ein Bauhandwerk. Der Zimmerer führt sämtliche Bauarbeiten beim Holzbau durch. Nachtrag: 140. Am Britzer Garten; geht als Sackgasse ab vom Walnußweg. Name ab: 1.2.2002 alter Name: ohne Bezeichnung (Privatstraße) Namenserläuterung: Benannt nach dem Britzer Garten auf dem Gelände der ehemaligen Bundesgartenschau (1985) in unmittelbarer Nähe. 141. Ballinstraße; beginnt an der Grenzallee und endet an der Straße Sieversufer. Name ab: 1.1.1974 alter Name: Straße 23 Namenserläuterung: Ballin, Albert, geb. 15.8.1957 Hamburg, gest. 9.11.1918 Hamburg, Unternehmer. Ballin erhielt seine kaufmännische Ausbildung in Hamburg. 1874 trat er in das Unternehmen seines Vaters ein. 1881 übernahm er die Verantwortung für die Passagevertretung der Reederei Carr. 1886 wurde Ballin Leiter des Passagedienstes der Hamburg-Amerikanischen-Paketfahrt AG (Hapag), in deren Vorstand er 1888 berufen und zu dessen Generaldirektor er 1899 ernannt wurde. Die in Hamburg-Amerika-Linie umbenannte AG wurde unter seiner Führung zur größten Reederei der Welt. Ballin war ferner Mitglied des Aufsichtsrates der AEG und der Disconto-Gesellschaft Berlin und galt als Vertrauter Kaiser Wilhelm II. Seine Bemühungen, seinen Einfluss auf den Kaiser für eine deutsch-englische Verständigung zu nutzen, scheiterten allerdings. Erfolg hatte jedoch seine Mitwirkung beim Abschluss des deutsch-amerikanischen Schifffahrtsvertrages von 1912. Ab 1887 baute die Hapag auf Initiative Ballins Doppelschrauben-Schnelldampfer, von denen einige einen Schnelligkeitsrekord aufstellten. Im Ersten Weltkrieg produzierte die Reederei auch Turbinendampfer, so die „Bismarck“ und die „Vaterland“. Seit 1881 veranstaltete die Hapag Vergnügungsreisen, die anfangs nur in den Orient, später in alle Erdteile führten. Der Krieg von 1914 bis 1918 zerstörte letztlich das Lebenswerk Ballins. Im Sommer 1916 gehörte Ballin zu den finanziellen Förderern des „Deutschen Nationalausschusses für einen ehrenvollen Frieden“. Im November 1918 wurde er von mehreren Parteien gebeten, die Friedensverhandlungen zu führen. Doch unter dem Eindruck der Revolution und der schwer angeschlagenen Reederei beendete Ballin durch Selbsttötung in Hamburg sein Leben. 142. Neue Späthstraße; verläuft beginnend an der Haarlemer Straße/Späthstraße als neue Zufahrt zur BAB 113 über die Neue Späthbrücke nach Johannisthal zur Späthstraße. Name ab: 1.8.2004 alter Name: ohne Bezeichnung Namenserläuterung: siehe 112. Späthstraße Folgende Britzer Straßen sind noch namenlos: 143. Straße 174; beginnt am Deutsch-Kroner–Ring und endet als Sackgasse an den Kolonien Am Marienfelder Weg / Goldregen. 144. Straße 214 a; beginnt an der Straße Im Rosengrund und endet als Sackgasse. 145. Straße 614; zweigt von der Rungiusstraße ab. (Mit freundlicher Unterstützung und unermütlichem Fleiß, erstellt von unserem Ehrenmitglied, Herrn Dipl. Ing, Manfred Bartz, ehemals Vorsteher der BVV Neuköllm) Verwendung nur unter Bezug und namentlichen Hinweis auf den Bürgerverein Berlin-Britz e.V. gestattet. |